von Georgia Hädicke, 28. Mai 2026
Ja, klar, in Hessen wird weiterhin fusioniert, was das Zeug hält. Die VR Bank Main-Kinzig-Büdingen mit der VR Bank Fulda. Die Volksbank Rhein-Lahn-Limburg und die Rheingauer Volksbank mit der Raiffeisenbank Niederwallmenach (wobei das Geschäftsgebiet hier teilweise nach Rheinland-Pfalz ausgreift). Und, wie just gestern berichtet, die Volksbank Kassel Göttingen mit der VR Partnerbank Chattengau-Schwalm-Eder. Drei neue Kolosse mit kumuliert fast 18 Mrd. Euro Bilanzsumme. So sind sie, die hessischen Genossen. Wer nicht bei drei auf dem Baum ist, wird wegfusioniert (oder fusioniert sich selber weg).
Andernorts scheint das genossenschaftliche Fusionsgeschehen dagegen erlahmt zu sein. So planen laut Finanz-Szene-Daten in diesem Jahr gerade mal 46 Primärgenossenschaften eine Verschmelzung bzw. befinden sich in Verhandlungen darüber. Das sind genau so viele (eher: wenige) wie vor einem Jahr um diese Zeit – und es sind signifikant weniger als zum Ende der Niedrigzinsphase. Damals (und das ist noch gar nicht so lange her) entschieden sich jährlich bis zu 70 genossenschaftliche Primärbanken für eine Fusion.
Jene Institute, die dennoch fusionieren, tun das erklärtermaßen meist aufgrund komplexerer Regulierung und einer sich abzeichnenden Überalterung der Belegschaft. Wobei zur Wahrheit natürlich auch gehört: Zuletzt speisten sich nicht wenige Zusammenschlüsse aus den Stützungsfällen im Sektor. So geht das Bankhaus RSA in der „meine Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim“ auf, die Volksbank Düsseldorf Neuss schließt sich der Volksbank Krefeld an, auch die Probleme im Geschäftsmodell der PSD-Banken schlagen sich im Konsolidierungsgeschehen nieder.
Hier der komplette Überblick, welche 46 Institute in diesem Jahr fusionieren wollen – und welche 22 Fusionsbanken daraus hervorgehen sollen:
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