von Bernd Neubacher, 26. Juni 2026
Bei den Sparda-Banken eskaliert die Auseinandersetzung um einen neuen Tarifvertrag. Laut exklusiven Informationen von Finanz-Szene hat Verdi die dritte Verhandlungsrunde platzen lassen und kündigt vor den für Montag angesetzten Gesprächen eine Ausweitung der bisherigen Warnstreiks an. Dieser Ausstand werde „nicht ununterbrochen, aber an neuralgischen Tagen stattfinden“, erklärte uns der Verdi-Vertreter Stefan Wittmann.
Der vorangegangene Tarifvertrag war Ende März nach 30 Monaten ausgelaufen. Zuletzt bot der Arbeitgeberverband der elf Sparda-Banken zunächst 2,75% mehr Lohn (ab Juli 2026) sowie eine nochmalige Steigerung um 2,5% ab Juli 2027 an – bei einer Laufzeit bis Ende März 2028. Dazu sollte jeder der rund 4.500 Beschäftigten einmalig 250 Euro für April bis Juni 2026 erhalten, also für die Phase, in der der alte Tarifvertrag ausgelaufen, aber noch kein neuer in Kraft war.
Verdi-Mann Wittmann erklärt dazu gegenüber Finanz-Szene: „Wir werden erst einem Tarifvertrag zustimmen, wenn sichergestellt ist, dass dieser mindestens die Inflation ausgleicht.“
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