Makro-Ticker

Ein Fünftel weniger: Baufi-Neugeschäft ist im Mai (wie erwartet) eingebrochen

Das Neugeschäft in der privaten Baufinanzierung ist im Mai spektakulär zurückgegangen – verglichen mit dem Vormonat um gleich 19% auf nur noch 17,2 Mrd. Euro, wie aus Bundesbank-Daten hervorgeht. Überraschend kommt der Einbruch nicht (vielmehr hatten wir die dahinter liegenden Effekte ja schon in unseren Analysen zu den März– und den April-Zahlen beschrieben): Nachdem infolge des Iran-Konflikts die Zinsen zu klettern begonnen hatten, hatten viele Kreditnehmer versucht, sich noch schnell die bereits zugesagten Konditionen zu sichern, bevor der Zinsanstieg auf den Baufi-Markt durchschlug.

Laut Brancheninsidern machte sich dieser Effekt statistisch vor allem in der zweiten Märzhälfte und Anfang April bemerkbar, mit der Folge, dass die Buba-Daten für den März das beste Neugeschäft seit vier Jahren auswiesen (24,2 Mrd. Euro) und der April-Wert immerhin noch deutlich über dem Schnitt der vorangegangenen Monate lag (21,2 Mrd. Euro).

Im Mai dürfte sich dieser Effekt nun umgekehrt haben. Kein Wunder: In den Wochen nach Ausbruch des Iran-Kriegs war der effektive Jahreszins einer typischen Baufinanzierung mit zehnjähriger Zinsbindung von rund 3,2% auf etwa 3,7% gestiegen. Inzwischen liegt der entsprechende Durchschnittszinssatz laut Daten des Baufi-Vermittlers Dr. Klein allerdings nur noch bei 3,4% – gut möglich also, dass sich in den Juni- bzw. Juli-Zahlen wieder eine gewisse Erholung zeigen wird.

–––

Über 24 Mrd. € – Neugeschäft in der privaten Baufi springt auf 4-Jahres-Hoch

Rechtehinweis

Die Artikel von Finanz-Szene sind urheberrechtlich geschützt und nur für den jeweiligen Premium-Abonnenten persönlich bestimmt. Die Weitergabe – auch an Kollegen – ist nicht gestattet. Wie Sie Inhalte rechtssicher teilen können (z.B. via Pressespiegel), erfahren Sie hier.

Danke für Ihr Verständnis. Durch Ihr Abonnement sichern Sie ein Stück Journalismus!

To top