von Heinz-Roger Dohms, 17. März 2026
Die Sparkassen bleiben der mit Abstand bestverdienende Player im deutschen Bankenmarkt. Laut den am Vormittag vorgelegten Zahlen des DSGV erwirtschafteten die kommunalen Institute im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Vorsteuergewinn von 15,5 Mrd. Euro. Das ist abermals deutlich mehr als bei den Volks- und Raiffeisenbanken (9,5 Mrd. Euro) – und es geht auch weit über die Ergebnisse der Deutschen Bank und der Commerzbank hinaus.
Dabei profitieren die Sparkassen weiterhin von einem exorbitant hohen Zinsüberschuss, der mit 29,8 Mrd. Euro (=1,88% der durchschnittlichen Bilanzsumme) exakt auf dem Niveau des Vorjahres verharrte. Wie sich das Zinsergebnis zusammensetzt, wird der DSGV-Vorstand hoffentlich bei der zur Stunde laufenden Bilanz-PK erläutern (das Zahlenwerk als solches nimmt keine Untergliederung vor). Finanz-Szene geht allerdings davon aus, dass die Zinserträge aufgrund abnehmender Derivate-Effekte gesunken sind – während sich zugleich die Refinanzierung deutlich verbilligt haben dürfte. Darauf deutet zumindest die äußerst vorteilhafte Entwicklung der Einlagenstruktur hin. So ist das Volumen der in aller Regel kaum verzinsten Sichteinlagen um stolze 6% auf 845 Mrd. Euro gestiegen, während sich die Termingelder zugleich reduzierten (um ebenfalls rund 6% auf nur noch 102 Mrd. Euro).
Dass die Sparkassen mit 15,5 Mrd. Euro nicht ganz das fast surreale Ergebnis des Vorjahres verteidigten (16,1 Mrd. Euro), lag in erster Linie an einem merklich gestiegenen Verwaltungsaufwand (+6% auf 23,5 Mrd. Euro). Die starke Entwicklung im Provisionsgeschäft (+5% auf 11,3 Mrd. Euro) konnte diesen Kosteneffekt nicht ganz kompensieren.
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