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Die Sparkassen bleiben der Ergebnis-Champion im deutschen Bankenmarkt

Die Sparkassen bleiben der mit Abstand bestverdienende Player im deutschen Bankenmarkt. Laut den am Dienstag vorgelegten Zahlen des DSGV erwirtschafteten die kommunalen Institute im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Vorsteuergewinn von 15,5 Mrd. Euro. Das ist abermals deutlich mehr als bei den Volks- und Raiffeisenbanken (9,5 Mrd. Euro) – und es geht auch weit über die Ergebnisse der Deutschen Bank und der Commerzbank hinaus.

Dabei profitieren die Sparkassen weiterhin von einem exorbitant hohen Zinsüberschuss, der mit 29,8 Mrd. Euro (=1,88% der durchschnittlichen Bilanzsumme) exakt auf dem Niveau des Vorjahres verharrte. Die Zusammensetzung des Zinsergebnisses veränderte sich dabei nach Finanz-SzeneInformationen massiv. Während die operativen Zinserträge konstant blieben, brachen die Erträge aus Zins-Swaps um gut 60% auf nur noch 1,5 Mrd. Euro ein (was wir ja schon vermutet hatten, siehe letzte Woche –> Wieso die Volksbanken ihren Gewinn ausbauen, die Sparkassen aber nicht).

Kompensiert wurde dieser Crash durch einen Rückgang des Zinsaufwands um 18% (!) auf nur noch 11,6 Mrd. Euro. Ursache war – abgesehen von den EZB-Zinssenkungen – eine äußerst vorteilhafte Entwicklung der Einlagenstruktur. So ist das Volumen der in aller Regel kaum verzinsten Sichteinlagen um stolze 6% auf 845 Mrd. Euro gestiegen, während sich die Termingelder zugleich reduzierten (um ebenfalls rund 6% auf nur noch 102 Mrd. Euro).

Dass die Sparkassen mit 15,5 Mrd. Euro nicht ganz das fast surreale Ergebnis des Vorjahres verteidigten (16,1 Mrd. Euro), lag in erster Linie an einem merklich gestiegenen Verwaltungsaufwand (+6% auf 23,5 Mrd. Euro). Die starke Entwicklung im Provisionsgeschäft (+5% auf 11,3 Mrd. Euro) konnte diesen Kosteneffekt nicht ganz ausgleichen.

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