45% Cost-Income-Ratio: Die unfassbaren Q1-Zahlen der OLB

5. Mai 2022

Von Heinz-Roger Dohms

Die Oldenburgische Landesbank, die in Vorbereitung ihres geplanten Börsengangs gestern erstmals Quartalszahlen vorlegte, hat von Januar bis März einen Vorsteuergewinn von 59,4 Mio. Euro erwirtschaftet (alle Werte basierend auf IFRS-Logik; Vergleichswerte für die Vorjahresperiode wurden keine geliefert). Nach Abzug der Steuern blieb ein Nettoergebnis von 40,4 Mio. Euro, was einer Eigenkapitalrendite (“RoE”) von 13,1% entsprach. Die Cost-Income-Ratio (allerdings bereinigt um “regulatorische Kosten”) wurde mit 44,5% angegeben. Alles ziemlich krasse Zahlen, siehe auch unser heutiges “Kurz gebloggt” –> HVB und OLB stehen für eine Bank neuen Typs.

Darüber berichtete der Vorstand von einem “zusätzlichen Kosteneffizienz-Programm” (es müsste sich um das gefühlt 10. oder 15. derartige Programm handeln, seit Private Equity bei der OLB den Ton angibt). Diese sei aufgelegt worden, um – wir zitieren – “angesichts der aktuellen Inflationstendenzen ein kontinuierliches Kostenmanagement zu gewährleisten”. Sonst noch was? Ach ja: Das im Dezember ausgegebene mittelfristige CIR-Ziel von 45% ist bereits wieder überholt. Jetzt werden 40% angestrebt. Bei der Eigenkapitalrendite (kleiner Hinweis an die Leser Neske, Groß und Winkelmeier: Es geht hier, anders als bei Ihren Häusern, i.d.T. um den Nachsteuerwert) lautet das Mifri-Ziel nun 13-15%.

Siehe auch: 47% Cost-Income-Ratio: Die unfassbaren Q1-Zahlen der HVB 

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