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Apobank führt Strafzinsen ein. Plus: Weitere Produkt-News

Exklusiv: Apobank macht den Nachzügler beim Verwahrentgelt

Die Apobank führt – wenn auch im Branchenvergleich recht spät und in einer recht großzügigen Auslegung – Verwahrentgelte für größere Guthaben ein. Fällig werden 0,5% auf Gelder jenseits eines Freibetrags von 100.000 Euro. Dabei können die Kunden selbst bestimmen, für welches Konto der Freibetrag greift (etwa nur fürs Spar- oder nur fürs Girokonto), bei allen weiteren Konten wird der Freibetrag auf 10.000 Euro begrenzt. Die Apobank setzt dabei auf individuelle Vereinbarungen mit Kundinnen und Kunden, wie sie in einem Finanz-Szene vorliegenden Kundenschreiben ankündigt. Zudem verspricht die Apobank, die Verwahrentgelte zu streichen, sobald die EZB ihrerseits auf Negativzinsen verzichte. Blickt man allerdings in die Bilanz des größten Geno-Instituts hierzulande, drängt sich der Verdacht auf, dass es bei der ganzen Maßnahme eher um eine GuV-Optimierung geht. Denn einen Depositenüberhang gibt es bei der Apobank nicht: 37,1 Mrd. Euro Einlagen standen per Ende letzten Jahres 37,7 Mrd. Kundenkredite gegenüber.


Weitere Schnipsel rund um Kunde und Produkt:

  • N26 hat offenbar schon vor einiger Zeit (zumindest wir haben es erst diese Woche bemerkt) einen Jahresrabatt für seine bezahlpflichtigen Premium-Kontomodelle eingeführt. So kostet das Modell “You” bei jährlicher Zahlung im Voraus nur noch 7,90 pro Monat (statt 9,90 Euro) und das “Metal”-Konto 13,50 Euro statt 16,90 Euro – was allerdings alles erst im Bezahlprozess sichtbar wird.
  • Die Stadt- und Kreissparkasse Erlangen Höchstadt Herzogenaurach führt eine Girocard mit Mastercard Co-Badge ein. Was eigentlich keine Meldung wäre – wäre nicht die Anzahl der Sparkassen, die ähnliches tun, immer noch gering. Trotz absehbarem Maestro-Aus bieten laut dieser inoffiziellen, aber von uns als vertrauenswürdig eingestuften Liste hier immer noch erst 19 Kommunalinstitute eine Co-Badge-Girocard an. Dabei lässt sich mit der Karte durchaus Geld verdienen. Das hofft man zumindest in Erlangen. Die fränkische Sparkasse bepreist die Co-Badge-Karte nämlich mit luftigen 20 Euro pro Jahr, während die klassische Girocard bislang kostenlos war.
  • Die Berliner Fintech-Bank Nuri (vormals Bitwala) ist in das Geschäft mit ETFs eingestiegen, die bei Nuri “Pots” heißen. Als Partner helfen das Bankhaus von der Heydt und die Solarisbank.
  • Der britische Zahlungsdienstleister Wise erhöht die Preise für Überweisungen aus dem Euro-Raum und erhebt nun schon ab 3.000 Euro (bisher: 15.000 Euro) ein Verwahrentgelt von 0,9% auf dem Multiwährungskonto (Handelsblatt, Paywall)

Finanz-Szene geht ab Oktober hinter die Paywall ...

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