von Bernd Neubacher , 26. Mai 2026
Natürlich fasst man sich da erst mal an den Kopf. Wenn zum Beispiel die Bundesbank jahrelang an Plänen zur Renovierung ihrer Zentrale herumdoktert (während die Mitarbeiter längst in Ausweichquartieren sitzen), nur um letzten Endes zum Schluss zu kommen, dass sich das Projekt zu vertretbaren Kosten gar nicht realisieren lässt. Oder wenn – wie neulich bei Finanz-Szene aufgedröselt – die Landwirtschaftliche Rentenbank ihren Stammsitz für viel, viel Geld modernisieren lässt, bis sie irgendwann feststellt, dass die vermeintlichen Modernisierungen gar nicht mehr den heutigen Standards entsprechen. Das ist dann schon sehr krass alles, zweifellos.
Was man allerdings fairerweise hinzufügen muss: Die Realisierung solcher Projekte gleicht inzwischen der Quadratur des Kreises. Die Rentenbank etwa hatte die Renovierung ihrer Zentrale im Jahr 2019 veranlasst (nach vorangegangener Bestandsaufnahme, wie man vermuten darf), 2020 zogen die Mitarbeiter aus, 2026 wollte man fertig werden, stattdessen wird’s jetzt 2028, also alles in allem ein rund zehnjähriger Projektzyklus. Früher wäre das vielleicht noch irgendwie okay gewesen. Heutzutage dagegen: Wandeln sich die Arbeitswelt und speziell der Mitarbeiterbedarf während so eines Zyklus komplett. Mal ganz abgesehen davon, dass zwischendurch Corona ist, alle ins Home-Office ziehen (und zwar für alle Zeiten, wie man zwischendurch denkt), dann aber schon die Gegenbewegung läuft (zurück ins Büro!) und jetzt auch noch die KI-Revolution kommt, welche die Arbeitswelt abermals grundlegend verändern könnte …
Und damit nun also zur BayernLB.
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