von Clemens Behr, 29. Mai 2026
Erst wenige Tage ist es her, dass Isabelle Chevelard, die Chefin der Targobank, so etwas wie eine Bestandsgarantie für die Oldenburgische Landesbank abgegeben hat – und das öffentlich, via Bloomberg. Die Managerin habe im Interview deutlich gemacht, dass sie nach dem OLB-Deal mit keiner größeren Streichung von Jobs rechnet, vermeldete die Nachrichtenagentur. Zudem habe Chevelard unterstrichen, dass sie an allen Aktivitäten der OLB festhalten will – wozu auch die Fußballfinanzierung gehöre.
Darüber hinaus drehte sich das Interview natürlich auch um die Frage, was aus der OLB als Marke werden soll. Und wiewohl Chevelard diesbezüglich nicht ganz so entschieden antwortete wie hinsichtlich der Sparten und der Arbeitsplätze, las sich die Passage dann doch so, als habe auch die Brand ganz gute Überlebenschancen. Der Absatz im Wortlaut: Wie es mit den Marken in Deutschland weitergehe, sei noch nicht entschieden. Es werden Chevelard zufolge “verschiedene strategische Optionen” geprüft. Fest stehe aber, dass die Gruppe bereits eine Mehr-Marken-Strategie in Deutschland fahre und die Marke OLB im Norden sehr bekannt sei …
Nun kann es natürlich sein, dass die Targo-Gruppe (die bei der OLB-Integration bekanntermaßen ein hohes Tempo vorlegt) für die Prüfung der „verschiedenen strategischen Optionen“ keine 48 Stunden gebraucht hat. Plausibler allerdings erscheint uns die Deutung, dass Chevelard die Bloomberg-Leute vielleicht ein ganz, ganz kleines bisschen angeflunkert hat.
Denn: Laut Recherchen von Finanz-Szene ist die Frage, was aus der OLB werden soll, längst entschieden – und zwar sogar über die Marke hinaus.
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