Deutscher Bank winken 400 Mio. Euro aus Versicherungsdeals

3. Juni 2020

Von Christian Kirchner

Man kennt das Prinzip aus dem Fußball und dort vor allem von den sog. Traditionsvereinen: Schaut’s in der Gegenwart nicht so rosig aus – dann macht man halt die Zukunft zu Geld. So ungefähr klingt auch, was die „Süddeutsche Zeitung“ heute Morgen über die Deutsche Bank berichtet. Bei der laufen die aktuellen Vertriebsvereinbarungen mit den Versicherern Zurich (Deutsche Bank)  und Talanx (Postbank) zwar jeweils noch bis 2022. Dennoch habe Privatkunden-Chef Manfred Knof die Ausschreibungen für die Jahre 2023 bis 2032 einfach schon mal vorgezogen. Praktisch: Knof kennt die „andere Seite“, denn bis zu seinem Wechsel zur Deutschen Bank arbeitete er über 20 Jahre für den Allianz-Konzern – zuletzt bis 2017 als Chef für Deutschland.

Nachdem es vier Bieter in die engere Auswahl geschafft hätten, werde nun mit zweien exklusiv verhandelt, nämlich wiederum mit der Zurich (für „Vorsorge“ und „Sachversicherungen“) und der Talanx (für das Thema „Restschuld“). Während nun die Talanx bereit sei, für die neue Kooperation einen Einmalbetrag von 110 Mio. Euro zu zahlen, seien es im Falle der Zurich sogar 300 Mio. bis 350. Mio. Euro. In der Branche, erklärt die Süddeutsche Zeitung, werden solche Einmalzahlungen auch „Regalgeld“ genannt – man muss quasi dafür bezahlen, in den Vertrieb überhaupt aufgenommen zu werden.

Hinzu kommt zu dem Deal, dass die eigentlichen Vertriebsprovisionen später natürlich noch on top kommen. Das aber in der Tat erst von 2023 bis 2032. Nicht schlecht für den Traditionsverein unter den deutschen Banken. Und vor allem ein womöglich wichtiger Ertragsschub, denn erst im Dezember hatte die Deutsche Bank erklärt, in der Privatkundensparte nun bis 2022 nicht (mehr) mit steigenden Erträgen zu rechnen.

Hier der Link zum ausführlichen Artikel: Süddeutsche

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