Kurz gebloggt

Die erstaunlichen Provisions-Ergebnisse kleiner Volksbanken

Der “Verband der Regionen”, der für grob jede zweite Volks- und Raiffeisenbank hierzulande spricht (alle außer jenen in Bayern, Baden-Württemberg und dem Weser-Ems-Gebiet), hat Zahlen vorgelegt, die zumindest uns hier ziemlich erstaunen: 1.) Das Betriebsergebnis vor Bewertung ist um rund 12% auf 4,7 Mrd. Euro gestiegen (was nur z.T. durch die doppelte DZ-Bank-Dividende zu erklären ist); 2.) Das entspricht 0,82% der durchschnittlichen Bilanzsumme, was für einen Durchschnittswert enorm ist (laut BVR waren es 2020 über alle Genobanken hinweg nur 0,71% gewesen); 3.) Am krassesten fanden wir indes das Provisionsergebnis. Das nämlich liegt bei satten 0,68% (!) der DBS …

Zur Einordnung: Die 0,68% gehen nicht nur brutal über die 0,55% des BVR/2020 hinaus. Sondern: Selbst ertragsfreudige Groß-Volksbanken wie jene aus Mittelhessen (0,58%), Wiesbaden (0,57%), Mainz (0,57%) oder Dortmund (0,58%) blieben nach unseren Berechnungen zuletzt (also 2021) signifikant unter diesem Wert. Falls die Zahlen alle richtig gerechnet und eins zu eins vergleichbar sein sollten, fallen uns nur zwei Erklärungen ein:

  • a) Offenbar geben die BVR-Daten die Ertragskraft der Volks- und Raiffeisenbanken nur unzureichend wieder, weil die Zahlen z.B von den Sparda-Banken (die dem “Verband der Regionen” nicht angehören) signifikant nach unten gezogen werden und
  • b) Wenn nicht mal die VB Mittelhessen oder die VB Wiesbaden beim Provisionsüberschuss auch nur annähernd an die 0,68% heranreichen – dann müssen etliche kleinere (Provinz-)Volksbanken da draußen rein mathematisch betrachtet Werte von 0,8% oder gar 0,9% vorweisen. Woher mag’s kommen? Wertpapiergeschäft – oder doch eher Kontogebühren?

 

 

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