Kurz gebloggt

Die Vorstands-Rochade bei der Deutschen Bank auf einen Blick

30. März 2021

Von Christian Kirchner

Im Juli 2019 hatte die Deutsche Bank ihre neue Strategie verkündet; bis Ende 2022 läuft sie; es ist also ziemlich genau Halbzeit. Und da 2021 (gemessen an den dürren Prognosen, die die Frankfurter für die kommenden Monate abgegeben haben) ja ohnehin ein Jahr des Übergangs zu sein scheint, passt es also ganz gut, dass die Deutsche Bank gestern eine große Vorstands-Rochade angekündigt hat.

Hier die Personalien auf einen Blick:

  • Vorstandschef Christian Sewing erhält einen neuen Vertrag bis 2026 – sein alter Kontrakt lief nur bis 2023
  • Der bisherige Personal- und Transformationsvorstand Fabrizio Campelli wird auf Vorstandsebene zuständig für die Investmentbank und Unternehmensbank; bislang hatte Sewing diese Aufgabe bekanntlich in Personalunion für die Investmentbank innegehabt. Sozusagen im Gegenzug erhält Sewing von Campelli die Verantwortung für die Personalentwicklung. Ihm wird somit auch Personalchef Michael Ilgner unterstehen, der ja eigentlich mal Vorstand werden sollte, es auf Geheiß der Aufsicht aber bislang nicht geworden ist.
  • Das Transformations-Ressort geht an Rebecca Short, bislang Leiterin für Finanzplanung. Short zieht damit als zweite Frau neben der Americas-Chefin Christiana Riley in den Vorstand ein, wo sie zugleich die Verantwortung für die interne Bad Bank („Capital Release Unit“) übernimmt
  • Der bisherige Risikovorstand Stuart Lewis – er gehört dem Gremium seit 2012 an – wird die Deutsche Bank 2022 verlassen, ein Nachfolger steht noch nicht fest
  • Auch der bisherige Chief Operating Officer Frank Kuhnke scheidet aus. Seine Positiom wird nicht nachbesetzt. Stattdessen sollen Kuhnkes Aufgaben unter anderen Vorstandsmitgliedern neu verteilt werden
  • Lars Stoy, bislang verantwortlich für die Marke Postbank, leitet künftig die Privatkundenbank in Deutschland insgesamt – und ist damit faktisch der Nachfolger von Manfred Knof, der bekanntlich zur Commerzbank gewechselt war. Dem Vorstand wird Stoy (ebensowenig wie früher Knof …) allerdings nicht angehören
  • Bei der Asset-Management-Tochter DWS  wird der Vertrag von Vorstandschef Asoka Wöhrmann bis Oktober 2024 verlängert

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