von André Reimers*, 10. Juni 2026
Die meisten Finanzteams in Deutschland arbeiten in zwei getrennten Welten. In DATEV liegt die eigentliche Buchhaltung, häufig in der Hand des externen Steuerberaters. Im Treasury-Tool dagegen bewegt sich das Geld. Dazwischen: Woche für Woche stundenlange manuelle Dateneingabe. Embat, das auf KI-gestütztes Treasury-Management spezialisierte Fintech, schließt diese Lücke nun mit einer nativen DATEV-Integration.
DATEV ist keine ERP- und keine Rechnungssoftware, sondern die Buchhaltungs-Infrastruktur, auf der ein Großteil des deutschen Mittelstands läuft. Die Besonderheit: In den meisten Fällen verwaltet nicht das Unternehmen selbst die Daten, sondern der Steuerberater greift aus seiner eigenen Umgebung auf die DATEV-Daten des Mandanten zu. Damit liegen die realen Finanzdaten, offene Rechnungen, Verbindlichkeiten, Sachkonten, außerhalb der Werkzeuge, mit denen das Finanzteam täglich arbeitet.
Die neue Integration verbindet beide Systeme in beide Richtungen, ohne dass sich an diesem Modell etwas ändert.
Aus DATEV übernimmt Embat automatisch die Offenen Posten (OPOS, sowohl Forderungen als auch Verbindlichkeiten, inklusive Beträge und Fälligkeitstermine. Diese fließen direkt in die Liquiditätsplanung von Embat ein, ohne Datei-Uploads und ohne manuelle Eingabe. Die Treasury-Prognose arbeitet damit jederzeit auf Basis aktueller Buchhaltungsdaten. Dieselben Daten bilden zugleich die Grundlage für die Zahlungsorchestrierung: Offene Verbindlichkeiten aus DATEV können direkt in Embat als Zahlungen vorbereitet, freigegeben und ausgeführt werden.
Umgekehrt wird jede Banktransaktion, die in Embat einer Rechnung zugeordnet ist, automatisch als Buchungsstapel an DATEV übergeben, fertig zur Freigabe durch die Buchhaltung, ob intern oder in der Kanzlei des Steuerberaters. Nach der Freigabe wird die Rechnung in DATEV ausgeglichen und die Transaktion in Embat abgestimmt. Der gesamte Zyklus schließt sich automatisch.
Bisher liefen für deutsche Finanzabteilungen zwei manuelle Prozesse parallel: Rechnungen mussten per Hand ins Treasury-Tool eingegeben werden, und nach jeder Zahlung musste der Buchungssatz manuell in DATEV erfasst werden. Die Folge waren doppelte Dateneingabe, eine veraltete Liquiditätsplanung und Abstimmungsfehler zum Monatsabschluss.
Nach Erhebungen von Embat verbringen Treasury-Teams 60-70% ihrer Zeit mit manuellen Datenaufgaben statt mit Analyse. Genau hier setzt die Integration an: Sie ersetzt die doppelte Erfassung durch einen durchgängigen, automatischen Datenfluss, mit einer Liquiditätsplanung, die in Echtzeit mit der Buchhaltung übereinstimmt, und einem deutlich entlasteten Monatsabschluss.
Die DATEV-Anbindung ist zugleich das Fundament für den KI-Kern der Plattform, denn künstliche Intelligenz im Treasury ist nur so gut wie die Daten, auf denen sie arbeitet. Mit der Integration greift TellMe, der KI-Agent von Embat, durchgängig auf aktuelle Buchhaltungsdaten zu: Offene Posten, Fälligkeitstermine, Buchungssätze. Auf dieser Grundlage erkennt TellMe Cashflow-Muster, automatisiert komplexe Kontenabstimmungen und schlägt strategische Entscheidungen zur Optimierung der Liquidität vor. Der Unterschied zu generischen KI-Versprechen: Die Analysen basieren nicht auf manuell gepflegten Tabellen, sondern auf denselben Daten, mit denen auch die Buchhaltung arbeitet, in Echtzeit.
Sicherheitsseitig läuft die Anbindung über Riecken, einen Proxy, der auf dem lokalen Server des Kunden installiert wird und einen verschlüsselten Tunnel in die Cloud aufbaut. Kein Serverport wird zum Internet geöffnet, keine Daten verlassen die Umgebung des Kunden ohne Autorisierung, an der bestehenden Infrastruktur ändert sich nichts. Damit beantwortet Embat die häufigste Sorge in DATEV-Projekten: Es handelt sich nicht um eine Cloud-zu-Cloud-Schnittstelle, die die DATEV-Umgebung nach außen öffnet.
Die Integration ist dabei nicht nur für das klassische Steuerberater-Modell gedacht, im Gegenteil: Sie richtet sich vor allem an Unternehmen, die ihre Buchhaltung intern führen und dafür DATEV nutzen. Gerade diese Teams profitieren unmittelbar, denn Buchhaltung und Treasury laufen hier in derselben Finanzabteilung zusammen, die Integration beseitigt die doppelte Erfassung genau dort, wo sie täglich anfällt. Unterstützt werden beide Betriebsmodelle: die interne Buchhaltung ebenso wie das externe Steuerberater-Modell. Im letzteren Fall bleibt der Arbeitsablauf des Steuerberaters unverändert, er arbeitet wie gewohnt in DATEV und erhält die Buchungsstapel bereits freigabefertig. Live-Schaltung ist in der Regel rund eine Woche nach Übergabe der Mandantennummer möglich.
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André Reimers, Head of DACH bei Embat, sagt:
„In Deutschland ist DATEV das Rückgrat der Buchhaltung, aber für Finanzteams war es bisher eine Blackbox, an die man nur über Exporte oder den Anruf beim Steuerberater herankam. Mit dieser Integration sprechen Treasury und Buchhaltung endlich dieselbe Sprache, automatisch und in Echtzeit. Wir geben Finanzteams die Stunden zurück, die sie heute mit doppelter Dateneingabe verlieren und damit die Möglichkeit, sich auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt: Liquidität zu steuern und Entscheidungen vorzubereiten.“
Roman Finke, Managing Partner bei torq.partners, ergänzt:
„Wir begleiten täglich wachstumsstarke Unternehmen, deren Buchhaltung auf DATEV läuft und sehen überall dasselbe Muster: Die Buchhaltungsdaten sind da, aber das Treasury arbeitet daran vorbei. Liquiditätsplanung in Excel, doppelte Erfassung, ein Monatsabschluss, der länger dauert als nötig. Eine native Anbindung, die Offene Posten automatisch in die Planung bringt und Zahlungen als freigabefertige Buchungsstapel an DATEV zurückspielt, schließt genau diese Lücke. Für unsere Kunden heißt das: weniger manuelle Arbeit und verlässlichere Zahlen, ohne ihre Buchhaltungsprozesse umstellen zu müssen.“
Die Erweiterung um DATEV reiht sich in das Wachstum von Embat ein. Erst kürzlich hat das Unternehmen eine Series-B-Finanzierungsrunde über 30 Millionen Euro unter Führung von Cathay Innovation abgeschlossen, mit der unter anderem die Expansion im deutschsprachigen Raum und der Ausbau strategischer Partnerschaften vorangetrieben werden.
Über seine hybride Konnektivität bindet Embat mehr als 15.000 Banken sowie führende ERP-Systeme an und beseitigt so die Fragmentierung von Finanzdaten. Kern der Plattform ist TellMe, ein KI-gestützter Treasury-Agent, der Cashflow-Muster erkennt, komplexe Abstimmungen automatisiert und Vorschläge zur Optimierung der Liquidität macht.
*André Reimers ist Head of DACH bei Embat. Embat ist ein KI-gestütztes FinTech mit Schwerpunkt auf Treasury-Management, das es mittelständischen Unternehmen und Großkonzernen ermöglicht, ihre Finanzprozesse in Echtzeit zu zentralisieren. Gegründet von Antonio Berga und Carlos Serrano, ehemaligen J.P. Morgan-Managern mit umfassender Erfahrung im Corporate Banking, sowie Tomás Gil, dem ehemaligen CTO von Fintonic, entstand die Plattform mit der Mission, die Finanzabteilung zu digitalisieren. Die klare Prämisse dabei: Technologie von Finanzexperten für Finanzexperten.
Durch seine hybride Konnektivität lässt sich Embat in über 15.000 Banken und führende ERP-Systeme integrieren und beseitigt so jegliche Datenfragmentierung. Das wichtigste Alleinstellungsmerkmal ist TellMe, ein „Agentic Treasury Analyst“ (autonomer KI-Analyst), der Cashflow-Muster erkennt, komplexe Kontenabstimmungen automatisiert und strategische Entscheidungen zur Optimierung der Liquidität vorschlägt.
Mit Niederlassungen in Madrid, London, München und Berlin definiert Embat die Zukunft des Corporate Finance neu.
Pressekontakt:
Lisa Caballero| lisa.caballero@embat.io | +34 686 285 791
Magali Chapuis | magali.chapuis@embat.io | + 34 627 185 203
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