Kurz gebloggt

EZB und Bafin setzen hohe Hürden für Banken-Dividenden 2021

16. Dezember 2020

Von Christian Kirchner

Die EZB-Bankenaufsicht erlaubt den großen europäischen Geschäftsbanken von 2021 an wieder die Ausschüttung von Dividenden – knüpft die Zahlungen jedoch zumindest bis Ende September an strenge Bedingungen. Vorerst dürfen die Institute maximal 15% ihrer kumulierten Gewinne der Jahre 2019 und 2020 ausschütten oder für Aktienrückkäufe einsetzen – und das auch nur, sofern der Betrag zugleich maximal 20 Basispunkte der Kernkapitalquote (CET1) beträgt. Mithin: Unterm Strich werden die Ausschüttungen eher symbolischer Natur sein (zur Mitteilung hier).

Zu einer nicht ganz so strengen Regelung bekannte sich derweil gestern die Bafin, die die kleinen und mittelgroßen deutschen Banken und Sparkassen überwacht. So will die Bonner Behörde auch weiterhin kein generelles Dividendenverbot aussprechen – behält sich aber vor einzugreifen, falls auch solche Institute ausschütten wollen, die die Kapital- und Liquiditäts-Anforderungen nicht erfüllen (zur Mitteilung hier).

Wörtlich mahnte die Bafin an, jede Bank solle sich „kritisch fragen, ob es eine nachhaltig positive Ertragsprognose geben kann und [ob sie] auch dann noch ausreichend Kapital und Liquidität hätte, wenn die Lage schwieriger würde“. Und: Jede Bank muss den Ausschüttungswunsch der Bafin und der Bundesbank vorab melden, ehe man ihn beschließt.

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