von Bernd Neubacher und Hermann Kohlhaus, 5. März 2026
Wer „Autobank“ hört, denkt normalerweise an die VW Bank, die BMW Bank oder die Mercedes Bank. Ein riesiger Player in dem Bereich ist allerdings auch die Santander Consumer Bank, bei der es sich zwar nicht um eine Autobank im klassischen Sinne handelt (da sie zu keinem Automobilkonzern gehört) – die dafür allerdings an etlichen Autobanken beteiligt ist und sich stolz den „größten herstellerunabhängigen Kfz-Finanzierer“ in Deutschland nennt.
Klar, die Connaisseure wissen all das! Historischer Vorläufer der heutigen Santander Consumer Bank war schließlich die Mönchengladbacher CC-Bank, die zwar nicht nur, aber auch in der Absatzfinanzierung für Autohändler tätig war. Ähnliches galt für die Hannoveraner GE Money Bank, welche 2009 in der deutschen Santander aufging. Mitte der 2010er-Jahre startete dann die VCFS Germany GmbH (ein 50:50-Joint Venture zwischen Santander und Volvo) – ungefähr zur gleichen Zeit erfolgte der Einstieg bei der PSA Bank Deutschland (Peugeot/Citroën), wobei dieser 50%-Stake ein paar Jahre später wieder abgestoßen wurde.
Dafür allerdings erwarb die Santander im Jahr 2019 die Mehrheit an der Frankfurter Hyundai Capital Bank Europe, über die man sich ein Jahr später (zu einem bemerkenswerten Kaufpreis von 342 Mio. Euro) zusätzlich die Sixt Leasing einverleibte. Und damit nicht genug, ließ man 2023 auch noch die rund 90%-ige Mehrheitsübernahme der MCE Bank GmbH (Flörsheim a. M.) folgen, welche als Finanziererin unter anderem für Mitsubishi und Isuzu auftritt.
Um die Sache also abzukürzen: Es ist ein gigantisches Rad, das die Santander Consumer Bank da dreht. Und allem Anschein nach hat es inmitten dieses Portfolios nun einen heftigen Einschlag (und zusätzlich 1-2 kleinere Einschläge) gegeben. Unsere exklusive Recherche:
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