Unicredit-Chef Mustier tritt ab. Kommt jetzt HVB/Coba?

30. November 2020

Von Heinz-Roger Dohms

Paukenschlag am späten Montagabend: Die Unicredit wird den im März 2021 auslaufenden Vertrag von Vorstandschef Jean Pierre Mustier nicht verlängern. Der Franzose selbst lässt sich zitieren, seine Strategie „Team 23“ passe „nicht länger zum Denken des Aufsichtsrats“.

Die Entscheidung könnte Auswirkungen über den italienischen Bankensektor hinaus haben – nicht nur, weil zur Unicredit auch die HVB gehört: In Europa hat in den vergangenen Wochen (auch wenn der geplante Zusammenschluss von BBVA und Sabadell übers Wochenende abgesagt wurde) ein beachtlicher Fusionsprozess eingesetzt, aus dem Mustier die Unicredit eigentlich heraushalten wollte. Fraglich, ob das Diktum ohne ihn weiterhin gilt. Oder anders gesagt: Zumindest spekulieren wird man jetzt wieder dürfen, übrigens auch in Richtung Unicredit/HVB/Coba (siehe unsere Archiv-Stücke „Warum Unicredit und Commerzbank keine Traum-Kombi wären„; „Unicredit gibt keine Ruhe beim Grabbeln an der Commerzbank“ und „Fusionsfieber: Welche Großbank passt zur Commerzbank?„).

Zumal: Wenn stimmt, was das „Handelsblatt“ dieser Tage andeutete, dann bereitet einem gewissen Manfred Knof der Gedanke, er könnte nicht nur der nächste sondern auch der letzte Commerzbank-Chef sein, ja eher keine schlaflosen Nächte.

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