„Sparkassen & Geno“-Snippets

Volksbank-Millionäre jetzt auch in Berlin und Stuttgart

3. September 2021

Von Julian Kuegelgen und Heinz-Roger Dohms

Exklusiv: Volksbank-Millionäre jetzt auch in Berlin und Stuttgart

Ist es wirklich so, dass bei unseren Sparkassen und Volksbanken die Zahl der Einkommens-Millionäre steigt? Behaupten lässt sich das leicht (und hatten wir kürzlich aus Anlass der Eba-„High Earners“-Report ja auch gemacht) – doch wo bleiben die Belege?

Die kommen hier! Denn nachdem wir vor zwei Jahren unter Berufung auf die 2018er-Offenlegungsberichte insgesamt 14 genossenschaftliche Primärbanker mit siebenstelliger Gesamtvergütung aufgespürt hatten, haben wir die Übung jetzt einfach nochmal wiederholt. Und zwar auf Basis der Offenlegungsberichte aus dem Geschäftsjahr 2019 (aktuellere gibt es bei den meisten Genobanken noch keine).

Hier die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:

  • Die Zahl der genossenschaftlichen Einkommens-Millionäre ist von 14 auf 16 gestiegen (wobei wir nicht ausschließen können, dass es sogar noch mehr sind; mag sein, dass das ein oder andere Institut die eigentliche vorgeschriebene Transparenz dann doch nicht walten lässt …)
  • Spitzenreiter ist erneut die Apobank, die diesmal sogar sechs Einkommens-Millionäre (ein Jahr zuvor waren es erst fünf) verzeichnet
  • Gleichzeitig ist die Apobank das einzige Institut in der Liste, bei dem die Gesamtvergütung bei einer Person über 1,5 Mio. Euro und in zwei Fällen sogar über 2 Mio. Euro hinausgeht …
  • … zur Erinnerung: 2018 hatte es auch bei der Volksbank Frankfurt, der Volksbank Mittelhessen und der Verbund-Volksbank OWL je einen Fall einer Gesamtvergütung von >2 Mio. Euro (bzw. sogar >2,5 Mio. Euro) gegeben. So hoch hinaus ging es 2019 bei den drei Instituten nicht mehr. Die Volksbank Mittelhessen weist sogar gar keinen Einkommens-Millionär mehr aus …
  • … dafür haben es gleich zwei Volksbanken neu in unsere Liste geschafft, nämlich die in Stuttgart und Berlin
>1 Mio. >1,5 Mio. >2 Mio.
Apobank xxx x xx
Berliner Volksbank x
Frankfurter Volksbank xxx
Volksbank Stuttgart xx
Dortmunder Volksbank x
Verbund-VB OWL x
Volksbank Wiesbaden xx

Wie mit dem BGH-Urteil umgehen? Diesmal am Beispiel der Fraspa

Eines unserer Lieblingsthemen in den letzten Wochen: Wie gehen Sparkassen (und Genobanken) mit dem  BGH-Gebührenurteil um? Oder konkreter: mit der Rückerstattung von (laut BGH) in der Vergangenheit unrechtmäßig erhobener Gebühren?

In der „FAZ“ wurde diese Frage dieser Tage am Beispiel der Frankfurter Sparkasse durchdekliniert. So habe ein Kunde ein Schreiben erhalten, in dem ihm eine pauschale Erstattung von 25 Euro angeboten worden sei. Diese Zahlung sei aber „nicht mit der Anerkennung einer Rechtspflicht verbunden“. Und weiter: Wenn der Kunde das Geld annehme, betrachte die Sparkasse alle möglicherweise bestehenden oder künftigen Ansprüche als abgegolten. Ahh!

Laut „FAZ“ gehen andere Institut ähnlich vor, auch wenn die angebotenen Beträge zu divergieren scheinen. Wer den ganzen Artikel lesen möchte – bitte sehr: FAZ

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