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Was diese Woche im Sparkassen- und Genosektor passiert ist

Rheinhessen Sparkasse und Volksbank Köln-Bonn erhöhen Gebühren

Hatten wir nicht gerade erst gemeldet, dass sich der Preisanstieg bei Kontoführungsgebühren seit letztem Frühjahr sehr deutlich verlangst hatte? Hatten wir. Aber wie es nun mal so ist: Jetzt kommt die frisch fusionierten Rheinhessen Sparkasse (Bilanzsumme: 6,5 Mrd. Euro) und nutzt den Zusammenschluss, um ihre Entgelte über die denjenigen der Vorgängerinstitute (Sparkasse Worms-Alzey-Ried sowie Sparkasse Mainz) hinaus anzuheben. So kostet das Online-Konto künftig 3,90 Euro pro Monat (statt bislang 1,90 Euro bzw. 3 Euro) und das klassische Pauschalkonto 8,90 Euro (statt bislang 4,90 Euro bzw. 8 Euro). Und hinzu kommen noch 18 Euro im Jahr für die Girocard.

Dass man freilich nicht erst fusionieren muss, um die Preise anzuheben, zeigt derweil die Volksbank Köln-Bonn (Bilanzsumme: 6 Mrd. Euro). Die nämlich hat bei den beiden Kontotypen „Individual“ “Basis” das Grundentgelt um 75 % (nämlich von 2 Euro auf 3,50 Euro) angehoben und sich auch sonst noch ein paar Verteuerungen einfallen lassen. Das Ganze kommt übrigens (BGH-Gebührenurteil …) zusammen mit der erbetenen Zustimmungen zu den neuen AGBs. Ein Abwasch, wenn man so will. Nebenbei bemerkt ist Köln ein spannendes Beispiel für die Rolle des lokalen Wettbewerbs in Sachen Preissetzung, die in unserem Podcast zum Thema Konto-Pricing kürzlich Thema war: Bei der Volksbank Köln-Bonn kostet das pauschale Girokonto nun 9 Euro im Monat, bei der Stadtsparkasse KölnBonn ebenfalls 9 Euro und bei der Kreissparkasse Köln 10 Euro. Kölsches Oligopol.


Weitere Snippets aus dem Sparkassen- und Genosektor

  • Die Sparkassen Bremen, die Landessparkasse zu Oldenburg sowie drei weitere norddeutsche Kommunalinstitute (Celle-Gifhorn-Wolfsburg, Hildesheim Goslar Peine und Lüneburg) überführen ihr Angebot für mittelständische Unternehmen mit Auslandsgeschäft in eine gemeinsame Einheit. Deren Name: S-International Niedersachsen Bremen. Mitteilung
  • Die Sparda Baden-Württemberg verlangt laut einem der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg vorliegenden Kundenanschreiben von ihren Kunden die Zustimmung zu einem Verwahrentgelt von 0,5% bereits ab 25.000 Euro Guthaben. Pikant: Erst letzten Herbst hatte das Institut seinen Kunden zugesagt, die Kontoführungsgebühren bis 2024 nicht zu erhöhen, wenn diese rückwirkend den Gebühren zustimmen. Verwahrentgelte waren in die Garantie offenbar nicht inkludiert.
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