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Was diese Woche (sonst noch) in der Bankenbranche los war

4. Februar 2021

29. Januar – 5. Februar: Deutsche Bank (2x), Flatex, Metzler

  • Beim Frankfurter Onlinebroker FlatexDegiro haben im Januar im Schnitt 4300 Kunden pro Tag ein neues Depot eröffnet – fast surreal. Entsprechend klettern die Prognosen fürs Gesamtjahr: Zum Jahresende rechnet Flatex nun mit 1,8 bis 2,0 Mio. Kunden (statt bisher 1,6 Mio.), die dann 75 Mio. bis 90 Mio. Trades (bislang: 65 bis 75 Mio.) ausführen sollen. Derweil geht der Kurs in die Lotsenkrechte über, nach einem weiteren Plus von 25% binnen einer Woche liegt er nun bei 87 Euro, der Börsenwert bei 2,4 Mrd. Euro.
  • Was macht eigentlich der geplante Filialabbau (von 500 auf 400 Niederlassungen) bei der Deutschen Bank? Mit dem geht’s voran, vermeldet die „FAZ“. Binnen der nächsten sechs Wochen wolle sich das Management mit den Arbeitnehmervertretern auf die Modalitäten der Sparmaßnahme einigen. (FAZ)
  • Das Bankhaus Metzler hat seine Belegschaft im zurückliegenden Dreivierteljahr von 830 auf nur noch 810 Mitarbeiter reduziert. Dies habe allerdings nichts mit Corona zu tun, sondern mit schon vorher beschlossenen Veränderungen, heißt es. Anders war es bei der Dividende: Diese wurde 2020 wegen der Pandemie ausgesetzt, für dieses Jahr allerdings peilt die Privatbank wieder eine Gewinnausschüttung an die Eigentümer an. Höhe? 2,3 Mio. Euro. (dpa/onvista)
  • Die Woche über hat ein unbefristeter Streik immer mal wieder die Call Center der Deutschen Bank in Essen und Berlin lahmgelegt. Zur Erinnerung: Es geht um ein (O-Ton Verdi) „abschlussfähiges Tarifangebot“ für die DB Direkt. Der Streit währt seit Monaten, Warnstreiks inklusive und teils Kunden in der Warteschlange – ein rasches Ende ist nicht in Sicht. „Es sieht derzeit nicht danach aus, dass bald wieder Gespräche starten“, sagte Verhandlungsführer Roman Eberle von Verdi Mitte der Woche gegenüber „Reuters“. (Reuters/onvista)

Und hier die älteren Banken-Snippets

  • Die Deutsche Pfandbriefbank hat einen Co-Investor für ihren Kommunalfinanzierungs-Marktplatz Capveriant gefunden – nämlich die französische Caisse des Dépôts. Diese übernimmt über eine Tochter einen Anteil von 28,5% an der PBB-Plattform, auf der sich offiziellen Angaben zufolge derzeit 425 Teilnehmer befinden, darunter 370 Kommunen. (dpa/finanztreff)
  • Die Deutsche Bank gehört zu den „Globale Coordinators“ des geplanten Milliarden-IPO der Gebauchtwagen-Plattform Auto1. Bei den drei anderen handelt es sich um BNP Paribas, Citigroup und Goldman Sachs.
  • Laut „Wirtschaftswoche“ hat M.M. Warburg wegen seiner Verstrickungen in den Cum-Ex-Skandal die Pax-Bank als Kunden verloren. Das kirchliche Geldhaus habe die Zusammenarbeit bei gemeinsam aufgelegten Fonds beendet, in die Anleger zuletzt in Summe fast 500 Mio. Euro investiert hätten.
  • Auch das noch, tsssssssssss: „Der Dispositions-Kredit für Privatkunden ist mit 7,20% so günstig wie noch nie“, teilte der Datenguru Peter Barkow dieser Tage unter Berufung auf Bundesbank-Daten mit.

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