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Das Ende für VR mobileCash. Plus: weitere Produkt-News

17. März 2022

Von Christian Kirchner

Volksbanken beenden Geldabheben per VR-Banking-App

Zur Einführung 2015 war es eine echte Innovation: Kunden von Genossenschaftsbanken konnten an (verbundeigenen) Geldautomaten fortan Bargeld auch ohne Karte, sondern mit der VR-Banking-App abheben. “VR mobileCash” nannte sich das Produkt. Nun stellen die Volksbanken das Feature allerdings “wegen zu geringer Nachfrage von Kunden” ein, wie der geschätzte Payment-Experte Klaus Igel am Donnerstagabend samt Screenshot-Beleg getwittert hat. Heißt: Vom 1. April an benötigen Kunden wieder “zwingend die Girocard, wenn sie am Geldautomaten Geld abheben wollen”, so der Wortlaut in der offiziellen Mitteilung. Die Entscheidung erstaunt insofern, als dass Kundinnen und Kunden tendenziell heutzutage ja eher ohne ihre Girocard denn ohne ihr Handy aus dem Haus gehen. So sieht man das offenbar auch im Sparkassen-Lager. Denn während die Genossen den Cash-Bezug per App am Automaten einstellen, führen ihn die Sparkassen Ende März ein, wie wiederum (und hier schenken wir dem Verfasser einfach mal Glauben) aus dieser Antwort auf den Ursprungs-Tweet von Klaus Igel hervor geht. Spannend!


Weitere Snippets aus dem Bereich “Kunde und Produkt”

  • In ungewöhnlicher Deutlichkeit hat die C24 Bank eine Liste von Unternehmen veröffentlicht, bei denen es weiterhin zu “Problemen bei der Erteilung von SEPA-Lastschriftmandaten zulasten eines C24 Girokontos” kommen könne. Darauf sind auch prominente Namen wie Sky Deutschland, SAP Fiori, Pyür/Tele Columbus, Lotto Baden-Württemberg oder die Krankenversicherung IKK Classic. Hintergrund: Offenbar haben die Hausbanken dieser Dienstleister noch immer nicht “erkannt”, dass es die C24 Bank überhaupt gibt. Die C24 Bank erschien zwar rechtzeitig und wenige Wochen vor dem Launch ab September 2020 mit ihrer Bankleitzahl im entsprechenden Bundesbank-Verzeichnis für den Zahlungsverkehr. Viele Institute schluderten aber offenbar mit der Aktualisierung dieser Liste in ihren eigenen IT-Systemen.
  • Die von einer wechselvollen Geschichten geprägte Multibanking-App Outbank wagt nach diversen Refinanzierungsversuchen (Einmal-Zahlung, kostenlose versus Pro-Version, Affiliate-Modelle, Werbung in der App) nun den nächsten Anlauf eines tragfähigen Geschäftsmodells und führt feste Abomodelle für alle Kunden ein. Privatkunden zahlen 3,99 Euro pro Monat bzw. 39,99 Euro pro Jahr, Geschäftskunden 7,99 Euro bzw. 79,99 Euro.

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