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Das gab es diese Woche sonst noch in unserer Rubrik „Produkt & Kunde“

3. September 2021

Von Christian Kirchner

Neobank Bunq erhebt eine Gebühr, die dummerweise schon erhoben wird

Die auch hierzulande tätige niederländische Neobank Bunq dreht am nächsten Preisschräubchen. Konkret wird ab 1. November eine „Netzwerkgebühr“ von 0,5% immer dann erhoben, wenn die Karte für eine Nicht-Euro-Zahlung eingesetzt wird. Nun könnte man diese Gebühr schlicht „Fremdwährungs-Entgelt“ nennen. So handhaben es andere Banken auch. Bloß: Bei Bunq bereits ein „Fremdwährungs-Entgelt“, zumindest bei den günstigsten Kontomodellen (2,99 Euro/Monat). Hier kommt die neue Gebühr also noch on top. Weil es ja ein bisschen blöd aussähe, würde man zwei „Fremdwährungs-Entgelte“ verlangen. Unterm Strich: Das ist alles ziemlich erstaunlich für eine Bank, die noch vor kurzem explizit mit dem Slogan „Zero FX“ warb – weil man anders als klassische Banken (angeblich) keine Auslandseinsatz-Entgelte erhebt.

Hier kommt der Pavillon gegen Festsprengstoff

Die ersten Genobanken reagieren auf den drastischen Anstieg der Geldautomaten-Sprengungen und verlagern die Automaten nach draußen in einen Stahlbeton-Bunker. So hat die genossenschaftliche R+V-Versicherung gemeinsam mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken freistehende Pavillons mit 15 Zentimeter starkem Stahlbeton als Schutz entwickelt. Eigengewicht? Zehn Tonnen. Die Pavillons sollen auch dem immer häufigerem Einsatz von Festsprengstoff trotzen, der neben den Geldautmaten an sich auch ganze Gebäude samt Bewohner gefährdet (dazu auch unser Podcast über Sprengungen hier). Die ersten Pavillons stehen bereits in Paderborn und Grafschaft. Wer sie mal sehen möchte: hier.

Geldautomaten: Eine Eskalation namens Festsprengstoff

Weitere Snippets aus der Rubrik „Rund um Produkt und Kunde“

  • Die DKB schaltet die Benutzung ihres Kontos mit der HBCI-Chipkarte per 15. November ab. Darüber werden aktuell die entsprechenden Kunden per Anschreiben informiert. Neue Karten hatte das Haus bereits seit Herbst 2019 keine mehr ausgegeben. Die PSD2-Regulierung sorgt dafür, dass der HBCI-Authentifizierungsweg bis 2022 nach und nach verschwindet.
  • Es tut sich (ein bisschen) was bei der bereits im Februar angekündigten neuen „Edel-Visa-Karte“ namens Legatus (siehe unsere damaliger Scoop), die einer Kooperation des Fintechs XPay mit der Solarisbank entspringt. Der Plan: Es soll drei verschiedene Modelle geben, zudem eine wechselnden CVV-Motion-Code für besondere Sicherheit sorgen.
  • Während landauf, landab die Banken neue Premium-Konten einführen, stellt die 1822 direkt der Frankfurter Sparkasse ihr Premium-Kontomodell  ein. Die Kunden können wählen, in welches günstigere Modell sie wechseln, berichtet mobiflip
  • Und wie kommuniziert die Targobank mit ihren 3,7 Mio. Kunden in Sachen BGH-Gebührenurteil? So: Sie hat eine Landingpage livegestellt, auf der die Kunden ihren Namen und den ihnen von der Bank zugestellten Bestätigungscode eingeben müssen

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