Exklusiv

Fidor-Panne führt zu eingefrorenen Konten für Kunden

28. Februar 2020

Von Christian Kirchner

Die Störung bei Fidor ist erheblich umfangreicher als bisher bekannt und zudem – anders als seitens Fidor vorgestern behauptet – mitnichten gelöst. Laut mehreren Zuschriften und Anrufen bei Finanz-Szene.de sind bei einer unbekannten Zahl von Kunden seit Mittwoch die Konten quasi eingefroren. Die Kunden erhalten die Meldung, es liege eine „Pfändung“ über das verfügbare Guthaben vor- obwohl die Kunden nach eigenen Angaben keinerlei Zahlungsstörungen haben. Die vermeintlichen „Pfändungen“ reduzieren den Darstellungen zufolge das verfügbare Guthaben offenbar immer auf exakt null Euro. Deshalb seien auch Lastschriften nicht einlösbar und keinerlei Überweisungen und Abhebungen mehr möglich, wird beklagt.

Wie viele Kunden genau von diesem und möglichen anderen Problemen betroffen sind, lässt sich nicht genau eingrenzen. Gemessen an den Beschwerden beim Portal „allestoerungen.de“ sowie auf Social Media muss es aber eine verhältnismäßig hohe Zahl von Leidtragenden geben. Auch die Hotline scheint überlastet- Die Kunden erhalten lediglich die Auskunft, das Problem sei bekannt und man arbeite daran. Finanz-Szene.de bat einen Sprecher der Fidor Bank um eine Stellungnahme. Der aber sah sich nicht imstande, sich zeitnah zu äußern.

Fidor vergrault Kunden: Konto, Karte, Apple Pay – nix geht

Laut früheren eigenen Angaben hat die Fidor Bank am Dienstag „Wartungsarbeiten“ eingeleitet. In deren Folge, so berichtete Finanz-Szene.de diese Woche exklusiv, war Kunden bereits von Dienstagabend bis Mittwochnachmittag der Kontozugriff versagt. Vereinzelt funktionierten auch die ausgegebenen Karten nicht. Die Bank hat nach eigenen Angaben die Kunden bereits am 21. Februar per E-Mail über die anstehenden Arbeiten informiert. Am Mittwoch wurden diese als „beendet“ deklariert: „Bis zum frühen Nachmittag wurden aber alle erforderlichen Arbeiten wie geplant abgeschlossen. Das Banking steht damit wieder allen unseren Kunden mit all seinen Funktionen uneingeschränkt zur Verfügung“, teilte ein Sprecher am Mittwoch mit. Das war offenbar eine zu frühe Entwarnung.

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