Kurz gebloggt

Finleap-Chef Niroumand verkündet den Pivot

11. Dezember 2020

Von Heinz-Roger Dohms

Ist da gestern eine Ära in der (noch jungen) deutschen Fintech-Geschichte zu Ende gegangen – und kaum einer hat’s mitgekriegt? Jedenfalls: In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ wurde Ramin Niroumand, Chef des größten deutschen (und europäischen) Fintech-Inkubators Fintech-Ökosystems Finleap gefragt, welches Venture man denn als nächstes gründen werde. Niroumands Antwort: „Ich glaube nicht, dass wir noch viele Firmen gründen werden. Das, was gegründet werden kann, haben wir. Jetzt gehen wir weiter.“ Wumms! Der Inkubator Finleap inkubiert nicht mehr …

… Nun muss man hinzufügen: Völlig überraschend kommt die Aussage natürlich nicht. Finleap hat in den vergangenen 24 Monaten eine schrittweise Transformation vollzogen. Es begann mit diversen M&A-Deals (hier und hier), setzte sich fort mit dem Großumbau Mitte letzten Jahres (siehe hier), es folgte die stärkere Fokussierung aufs Venture-Building für Konzerne (siehe hier und hier), und der Joonko-Rückschlag (siehe hier und hier) wird die Lust aufs ewige Gründen auch nicht befeuert haben. „Wir gehen jetzt verstärkt in das Investmentgeschäft zur Stärkung des europäischen digitalen Ökosystems. Zudem bauen wir unsere Tätigkeit bei Corporate Innovation aus“, sagt Niroumand. Klingt fürchterlich erwachsen. Und ein bisschen langweilig.

Eine spannende Information lieferte Niroumand obendrein: Der aggregierte Unternehmenswert sämtlicher Finleap-Ventures belaufe sich inzwischen auf „mehr als 1 Mrd. Euro“. Das Interview: Süddeutsche Zeitung

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