IT-Ausfall bei der DKB wurde durch externen Angriff ausgelöst

8. Januar 2020

Von Heinz-Roger Dohms

Uiiiii, das ist mal interessant (und eher beunruhigend): Der Totalausfall bei der DKB gestern wurde durch einen Hacker-Angriff ausgelöst – ein seltener Fall, denn die meisten IT-Pannen bei deutschen Banken sind komplett selbstverschuldet.*

Hier die Stellungnahme der DKB von heute Früh:

„Der Server-Dienstleister der DKB wurde am 07.01.2020 einem Angriff durch Dritte ausgesetzt, der die Verfügbarkeit unserer Webseite sowie einige Dienste beeinträchtigt. Es gibt aktuell kein Anzeichen für einen Datenabgriff. Gemeinsam mit unserem Server-Dienstleister haben wir umgehend Gegenmaßnahmen ergriffen und die Sicherheitsvorkehrungen nochmals verstärkt. Mit den zuständigen Behörden arbeiten wir eng zusammen.

Wir bedauern, wenn unsere Kunden teilweise nicht auf unsere Website und das Internet-Banking zugreifen können. Die DKB setzt alles daran, dass die uneingeschränkte Verfügbarkeit dieser Dienste so rasch wie möglich wiederhergestellt wird.

Alle bereits von den Kunden veranlassten Zahlungen wie Daueraufträge, Lastschriften oder Terminüberweisungen werden weiterhin ausgeführt. Auch Giro- und Kreditkarten können wie gewohnt eingesetzt werden.“

*Falls Sie ein Belegzitat wünschen für unsere Behauptung: Der Bafin-Experte Jens Obermöller sagte vor wenigen Wochen, auch wenn hiesige Geldinstitute in den vergangenen knapp zwei  Jahren fast 500 „IT-Sicherheitsvorfälle“ bei der Finanzaufsicht gemeldet hätten, seien Cyber-Angriffe als Ursache die „absolute Ausnahme“ gewesen. „Der Großteil“, so Obermöller, „ist auf hausinterne Schwächen der Banken zurückzuführen.“

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