Kurz gebloggt

Lastschrift, Schecks, Bargeld: Die Gebührchen der ING Diba

17. Februar 2021

Von Christian Kirchner

Während manche Filialbanken derzeit wieder die dicke Gebührenkeule auspacken, drehen die Direktbanken lieber punktuell an den Gebührenschräubchen. Jüngstes Beispiel hierfür ist die ING Deutschland. Der Marktführer unter den Online-Instituten lässt die eigentliche Kontoführungsgebühr unangetastet – erhöht dafür aber bei gleich vier Leistungen das Entgelt bzw. führt überhaupt erstmals ein Engelt dafür ein. Betroffen sind Scheckeinreichungen, geplatzte Lastschriften, die Ein- und Auszahlungen von Bargeld in den Filialen des Kooperationspartners Reisebank sowie der Bezug von Bargeld im Ausland. Das geht aus dem neuesten Preis-Leistungsverzeichnis hervor.

Konkret kostet die bislang kostenlos Einreichung eines Schecks nunmehr 3,50 Euro. Geplatzte Lastschriften (bislang kostenlos) schlagen jetzt mit 1 Euro zu Buche. Zudem übernimmt die ING nicht länger die Gebühr für Ein- und Auszahlungen von Bargeld in den knapp 100 Filialen der Reisebank, mit der die filiallose ING seit Jahren kooperiert. Hier fallen künftig bei Einzahlungen bis maximal 25.000 Euro 7,50 Euro je angefangene 5.000 Euro an, Auszahlungen kosten 0,25% des Betrags und mindestens 19 Euro. Verteuert wird das Auslandseinsatzentgelt für den Bargeldbezug außerhalb des Euro-Währungsraums mit der Visa-Karte, und zwar von bislang 1,75% auf 1,99%  des Betrags.

Wirksam werden die Änderungen zum 1. Mai, sie gelten dann auch für Bestandskunden, sofern die Kunden nicht widersprechen und damit faktisch die Bankverbindung beenden. Die Erhöhungen stehen in einer Reihe kleinerer Maßnahmen, mit denen die ING einerseits ihr Kernangebot kostenlos halten will, andererseits aber auch ihre Provisionserlöse steigern möchte: Vor genau einem Jahr hatte die Oranje-Bank bereits Gebühren für nicht aktiv genutzte Girokonten angekündigt. Im Oktober erhöhte sie dann diverse Abgaben im Depotgeschäft wie die Handelsplatzgebühren oder jene für den Verkauf von Fondsanteilen (siehe auch hier), nun folgen also weitere Schritte rund um das Girokonto und den Zahlungsverkehr.

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