Personalien-Ticker

Sämtliche rund 140 Personalien-News von Dezember 2023 bis Januar 2024

In unserem Personalien-Ticker beleuchten wir die personellen Veränderungen bei Banken und Fintechs hierzulande.

Hier unser Ticker für den Dezember 2023 und Januar 2024:

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Warum unsere Fintechs jetzt alle einen „Chief Revenue Officer“ brauchen

Als N26 noch 7 Mio. Kunden hatte, hatte N26 auch noch einen „Chief Growth Officer“. Alex Weber hieß der Mann, er war Österreicher wie die Gründer, gehörte zum innersten Zirkel, arbeitete fast neun Jahre für die Berliner Neobank – und als er letzten Juni ausschied, hieß es in Berlin, dass Webers Demission eine stattliche Lücke reißen werde. Trotzdem hat N26 die Lücke bis heute nicht gefüllt. Was aber nicht gegen N26 sprechen muss. Und auch nicht gegen Weber. Sondern eher – gegen die Lücke. Oder anders gesagt: Die Zeiten, in denen jedes halbwegs ambitionierte Fintech einen „Chief Growth Officer“ ins Organigramm malte, scheinen vorbei zu sein. Wo früher von „7 Mio. Kunden“ die Rede war, spricht man jetzt von „4 Mio. ertragsrelevanten Kunden“. Und wo es früher um Wachstum, Wachstum, Wachstum ging, wird jetzt das Lied vom profitablen Wachstum gesungen. Dazu passend: Scheint der „Chief Growth Officer“ vom baldigen Aussterben bedroht – während stattdessen inzwischen gefühlt jede Woche mindestens ein Fintech die Bestellung eines „Chief Revenue Officers“ vermeldet. Letzte Woche zum Beispiel: Neoshare (also das zuletzt ziemlich gehypte Münchner Kreditsoftware-Fintech). Davor die Woche: HawkAI (also das tapfere Münchner KYC-Fintech). Oder ebenfalls davor die Woche: Orderbird (also das hippe Berliner Kassensystem-Fintech). Höchste Zeit, endlich mal zu fragen: Was ist das eigentlich, ein „Chief Revenue Officer“? Was macht er (oder sie) den lieben langen Tag? Und wo kommen die ganzen „CROs“, die in den letzten Monaten bei unseren Fintechs aufgeschlagen sind, eigentlich her? Hier der Versuch einer Antwort und die große Tabelle: FS Premium

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Kurz getickert

  • Die Deutsche Bank bekommt einen neuen Chefvolkswirt für Deutschland, nämlich Robin Winkler, der seit 2014 im Research des größten hiesigen Geldinstituts tätig ist. Vorgänger Stefan Schneider firmiert künftig als Senior Advisor.
  • Die deutsche Krypto-Szene trauert um einen ihrer profiliertesten Köpfe: Wie die Frankfurt School of Finance & Management gestern mitteilte, ist „Blockchain-Professor“ Philipp Sandner vergangene Woche im Alter von nur 43 Jahren verstorben.
  • Der BdB-Vorstand hat Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing erwartungsgemäß für drei weitere Jahre als Banken-Präsident bestätigt.
  • Die Helaba verliert ihren Bereichsleiter für das Risiko-Controlling, Matthias Zacharias. Ihm folgen soll spätestens per Jahresmitte der bisherige Chef des Risikomanagements bei der Deutschen Pfandbriefbank, Ernst Eichenseher.
  • Die frühere BdB-Vizechefin Henriette Peucker, die den Bankenverband nach der Bestellung Heiner Herkenhoffs zum Hauptgeschäftsführer verlassen hatte, bleibt der Finanzbranche erhalten. Sie folgt Christine Bortenlänger als Geschäftsführerin des Deutschen Aktieninstituts.

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Auch die Sparkassen produzieren immer mehr Multi-Millionäre

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Exklusiv: Commerzbank verliert Bereichsvorstand an Deutsche Börse

Die Commerzbank verliert ihren Big-Data-Chef Dominik Schmidt-Kiefer an die Deutsche Börse. Wie Finanz-Szene von Insidern erfahren hat, soll der langjährige Coba-Manager spätestens zur Jahresmitte nach Eschborn wechseln und dort die Position des „Chief Risk Officers“ einnehmen. Schmidt-Kiefer war 2009 im Zuge der Dresdner-Bank-Übernahme zur Commerzbank gekommen und hatte seitdem diverse Führungspositionen im IT- sowie im Risikobereich inne. Ende 2020 stieg er zum „Head of Big Data & Advanced Analytics“ und firmiert parallel als „Bereichsvorstand Group Risk Management“

Der Wechsel ist auch insofern bemerkenswert, als die Commerzbank damit zum zweiten Mail ihren Big-Data-Verantwortlichen verliert, seit sie 2017 den entsprechenden Konzernbereich schuf. Schmidt-Kiefers Vorgänger Kerem Tomak hatte der Coba 2020 den Rücken gekehrt, um als „Global Chief Analytics Officer“ bei der niederländischen ING Groep (also der Mutter der ING Diba) anzuheuern. Bei der Deutschen Börse soll Schmidt-Kiefer als Risikochef auf Oliver Engels nachfolgen. Der war zum 1. November auf die Position des „Chief Sustainability Officer“ und „Chief Diversity Officer“ gewechselt.

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Abgänge

Wer Wo Letzte Position Geht zu
Håkan Strängh J.P. Morgan Private Bank Frankfurt Managing Director Ohm Capital
Ingo Soboll Deutsche Bank Head of Private Bank Divisional Vendor Management Office Bank Management Consult
Frank Mehlhorn BdB Director Selbstständig

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Helaba macht Sparkassen-Funktionär zum CEO der Frankfurter Bankgesellschaft

Die Frankfurter Bankgesellschaft – also der bei der Helaba aufgehängte Private-Banking-Spezialist der Sparkassen – bekommt einen neuen Vorstandschef. Wie das Institut am Freitag mitteilte, geht der seit 2008 amtierende CEO Holger Mai Mitte dieses Jahres in den Ruhestand. Ihm folgt der im öffentlichen Bankensektor breit vernetzte Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, Michael Bräuer. Der 57-Jährige sitzt ausweislich seiner Linkedin-Vita seit zehn Jahren im Verwaltungsrat der Deka (also dem neuen Erzrivalen der Bankgesellschaft, siehe auch weiter unten); zudem firmiert er bei der Helaba als stellvertretender Verwaltungsrat und ist obendrein „Verbandsobmann“ des Ostdeutschen Sparkassenverbandes. „Michael Bräuer verfügt über langjährige Führungserfahrung und ist zudem in der S-Finanzgruppe bestens vernetzt. Aus der gemeinsamen Gremienarbeit schätze ich ihn fachlich ebenso wie persönlich sehr“, kommentierte Helaba-Chef Thomas Groß die Berufung.

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Kurz getickert

  • Die Deka erleidet bei ihrer Private-Banking-Offensive einen empfindlichen Rückschlag. Nur sechs Monate nach seiner Berufung verlässt Vertriebsleiter Frank Herrmann den Fondsdienstleister der Sparkassen bereits wieder, wie das „Private Banking Magazin“ berichtet (und was sich mit unseren Informationen deckt). Pikanterweise hatte die Deka den Manager ausgerechnet aus dem eigenen Verbund rekrutiert, nämlich von der (siehe oben) Frankfurter Bankgesellschaft.
  • Die Apobank hat sich nach Informationen der „FAZ“ von ihrem langjährigen Compliane-Chef Matthias Schmedt auf der Günne getrennt. Von „besten gegenseitigen Einvernehmen“ ist die Rede.

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Interne Wechsel

Wer Wo Seit Neue Position
Klaus Meissner KSK Göpping 1989 Vorstandschef (ab 2025)
Christoph Auer Hypo-Vereinsbank 2019 Head of Payment & Cards
Anica Kraft FFB – FIL Fondsbank 2022 Head of Operations
Dennis Oberste-Hetbleck BNP Paribas CIB 2015 Head of Corporate Coverage NW Germany

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Exklusiv: Solarisbank wechselt den neuen CFO schon wieder aus

Das Führungsgremium der Solarisbank kommt nicht zur Ruhe: Wie das Berliner Fintech auf Anfrage von Finanz-Szene bestätigt, hat Lee Johnstone den Posten als Finanzchef nach nur einem Jahr bereits wieder geräumt, verbleibt aber im Unternehmen. Als neuer CFO wurde der Chief Investment Officer Konstantin Kavvadias berufen – dieser firmiert derzeit zwar noch als Interims-Manager auf der Position, soll die Rolle nach Angaben von Solaris jedoch dauerhaft bekleiden und (wie schon sein Vorgänger) als Generalbevollmächtigter dem erweiterten Vorstand angehören. Für das Unternehmen ist es bereits der dritte Wechsel im erst Anfang 2023 eingesetzten neuen Management-Team: Plattform-Chef Jörg Howein ging im August, COO Chloé Mayenobe verließ Solaris im Oktober.

Zu den Gründen für Johnstones Demission äußerte sich die Solarisbank nicht. Ein Sprecher teilte lediglich mit, dass der Manager sich künftig auf die Leitung der britischen Tochtergesellschaft Contis fokussieren werde (also ziemlich exakt die Rolle, die er vor seiner Ernennung zum CFO im Januar 2023 schon innehatte). An der Integration der UK-Tochter laborieren die Berliner seit der Übernahme 2021 herum, wobei der Nutzen des Deals inzwischen als fraglich gelten muss: Im Oktober verloren die Briten ihren einst wohl wichtigsten Kunden, nämlich die Krypto-Börse Binance (siehe hier); und im November verhängte die litauische Zentralbank (unter deren E-Geld-Lizenz Contis in Europa agiert) wegen Verstößen gegen Anti-Geldwäsche-Bestimmungen ein Bußgeld von 840.000 Euro gegen Contis.

Die geahndeten Verstöße übrigens fielen in die Jahre 2021 and 2022 und damit zumindest teilweise in die Zeit, da Johnstone noch als Finanzchef bei Contis fungierte. Ob das Ausscheiden als Solaris-CFO und die Rückkehr zu Contis im Zusammenhang hiermit steht, ist nicht bekannt.

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Kurz getickert

  • Die Commerzbank verliert ihre Marketing-Chefin Katrin Menne, wie das Branchenmagazin „Meedia“ berichtet. Demnach wird die Managerin, die vor zwei Jahren vom Pharma-Konzern Merck zur Coba gewechselt war und dort aktuell als „Head of Brand and Research“ firmiert, das Institut im Februar verlassen. Über ihre Nachfolge ist noch nichts bekannt.
  • Unter den per Anfang Januar berufenen global rund 600 neuen „Managing Directors“ bei Goldman Sachs sind auch neun aus Frankfurt – nämlich René Klos, Konrad Krallmann, Alexander Kretzberg, Steffen Mahringer, Tobias Stein, Philipp Suess und Fredrik Weege (alle Global Banking & Markets) sowie Phil Parsons (Controllers) und Nadine Urseanu (Asset & Wealth Management).
  • Hans Schlottner firmiert seit Jahresbeginn als Chief Risk Officer der Bank Pictet & Cie in Frankfurt. Seinen Posten als Finanz- und Risikovorstand der Swiss Euro Clearing Bank hat er damit nach nur 15 Monaten wieder abgegeben.
  • Der Aderlass im Creditshelf-Management geht weiter: Der frühere Strategiechef Carsten Höhn hat bei dem Frankfurter Software-Entwickler Yatta angeheuert, der ehemalige „Head of Partnermanagement“ Stefan Hnida firmiert nun in gleicher Funktion bei dem Berliner KMU-Kreditportal DFKP.
  • Das Wiener Investment-Fintech Bitpanda holt Maik Brodowski von dem Wettanbieter Betaway als „Commercial Director“ für das Deutschland-Geschäft.

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Wechsel

Wer Wohin Position Kommt von
Giovanni Rampello ING Deutschland Projektleiter Zahlungsverkehr DWP Bank
Anna-Lena Klages J.P. Morgan (Berlin) Banking Processes Product Manager UBS
Florian Barthel DG Nexolution Head of Operations Cards & Security Syngenio (Beratung)
Ralf Kienast BNP Paribas Wealth Management (Berlin) Direktor, Investment Manager HSBC Trinkaus & Burkhardt
Jean-Paul Feidt Otto Payments Department Head Credit & Fraud Douglas (Parfümerie)

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Kurz getickert

  • Die Volksbank Braunschweig Wolfsburg trauert um ihren Vorstand Mark Uhde, der Mitte Januar im Alter von 52 Jahren „plötzlich und überraschend eines natürlichen Todes verstorben ist“, wie am 17. Januar mitgeteilt wurde. Jenseits der menschlichen Tragik wird sich in den kommenden Tagen die Frage stellen, wie es für die Volksbank Brawo (Bilanzsumme: 6,1 Mrd. Euro) nun weitergehen soll. Schließlich kam das Institut trotz seines seit Jahren enormen Wachstums zuletzt mit nur zwei Vorständen aus – nämlich CEO Jürgen Brinkmann und eben Uhde.
  • Die LBBW macht den früheren Stan-Chart-Deutschland-Chef Heinz Hilger zu ihrem Bereichsvorstand für „Large Corporates“; Hilger wird an Firmenkundenchef Joachim Erdle berichten – sein Vorgänger Andreas Sahl geht in den Ruhestand. 
  • Zeitenwende beim angeschlagenen Frankfurter KMU-Kreditportal Creditshelf: Rolf Elgeti, der die Geschicke des Fintechs jahrelang bestimmt hatte, steht nicht länger an der Spitze des Aufsichtsrats. Er wurde Ende letzter Woche mit sofortiger Wirkung durch den bisherigen Vize-AR-Chef Rolf Hentschel abgelöst.

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Hier kommen die ersten 14 neuen Sparkassen- und Geno-Vorstände in 2024

Bei Sparkassen und Volksbanken gibt es Personalmeldungen, auf die schaut jeder: Etwa wenn – wie kurz vor Weihnachten – die Haspa als größte deutsche Sparkasse endlich mal wieder eine Frau in den Vorstand beruft (Birte Quitt, siehe weiter unten). Oder wenn das achtgrößte Institut im roten Lager, die Mittelbrandenburgische Sparkasse, kurz darauf nachzieht (mit Diana Uhlmann, siehe ebenfalls weiter unten).

Nun gibt es alles in allem aber natürlich viel mehr Sparkassen und Genobanken da draußen, nämlich zusammen um die 1.000 Institute – und auch bei den mittleren und kleineren Häusern gab es zum Jahreswechsel jede Menge neue Vorstandsernennungen. Viele davon waren bereits bekannt und hatten wir auch entsprechend schon vermeldet. Exakt 14 Namen allerdings sind tatsächlich neu. Was dabei auffällt:

  1.  Die Suche nach Führungsnachfolge scheint weiterhin vornehmlich eine interne Angelegenheit zu sein – nur zwei der 14 neuen Vorstände kamen von außen.
  2. Mehr als ein Drittel der Posten ging an Frauen (3x bei den Sparkassen, 2x bei den Genos).

Hier also die ersten 14 neuen Vorstandschefs und -mitglieder des Jahres im Überblick:

Institut Wer Neuer Posten War bislang
Sparkassen
Förde Sparkasse Peter Moll Vorstandschef (ab Juli) Vorstandsmitglied (interner Aufstieg)
Sparkasse Oberland Markus Lanz Vorstandschef Vorstandsmitglied (interner Aufstieg)
Förde Sparkasse Enke Koberg Vorstandsmitglied (ab Juli)
Bereichsleiterin Kreditvergabe (interner Aufstieg)
Taunus Sparkasse Cristina Mussenbrock Vorstandsmitglied
Leiterin Marktfolge, Sanierung & Abwicklung (interner Aufstieg)
Sparkasse Heidelberg Christine Dönges Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied Kreditbereich (Wechsel von der Sparkasse Hochschwarzwald)
Sparkasse Markgräflerland Maik Ebner Vorstandsmitglied Bereichsleiter Kredit (interner Aufstieg)
VR- und PSD-Banken
VR-Bank Dachau Johann Schöpfel Vorstandschef Vorstandsmitglied (interner Aufstieg)
Volksbank Kraichgau Klaus Bieler Vorstandschef Vorstandsmitglied (interner Aufstieg)
PSD-Bank Nürnberg Helmut Hollweck Vorstandschef Vorstandsmitglied (interner Aufstieg)
Volksbank Geest Matthias Müller Vorstandsmitglied Abteilungsleiter (interner Aufstieg)
VR-Bank München Land Michaela Gebauer Vorstandsmitglied
Prokuristin Produktionsbank (interner Aufstieg)
VR-Bank München Land Alexander Langowski Vorstandsmitglied Prokurist (interner Aufstieg)
Volksbank Oyten Guido Wiegert Vorstandsmitglied
Bereichsleiter (Wechsel von der VR-Bank Mecklenburg)
Volksbank Zwickau Daniela Döring Vorstandsmitglied
Bereichsleiterin Unternehmenssteuerung (interner Aufstieg)

Quellen: Pressemitteilungen, Lokalzeitungen

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Kurz getickert

  • Die Deutsche Bank zieht erste personelle Konsequenzen aus dem monatelangen Chaos bei der Postbank. Wie das „Handelsblatt“ (Paywall) berichtet, trennt sich das größte hiesige Geldinstitut vom COO des heimischen Privatkundengeschäfts, Manuel Loos.
  • Privatbanken I: Die Fürstlich Castell´sche Bank holt Marcel Dick, der bis 2021 Operations-Chef bei dem (damals noch als Arabesque S-Ray firmierenden) Fintech ESG Book war, als Chief Transformation Officer.
  • Privatbanken II: Die Liechtensteinische Landesbank benennt die ersten der perspektivisch 40 Privatbanker, mit denen sie ihre Deutschland-Offensive (siehe hierzu unseren Private-Banking-Ticker aus dem August) bestreiten will – darunter die früheren Deutschbanker Lennart Marx und Jan-Robert Bachmann sowie Jochen Schindler-Nagy (Ex-Credit-Suisse) und Matthias Luck (Ex-Julius-Bär).
  • Der Kassensystem-Spezialist Orderbird bekommt unter dem Dach von Nets/Nexi eine neue „Chief Revenue Officer“, nämlich die Payment-Managerin Kristina Kierner, die zuletzt bei dem Zahlungsdienstleister Evo Payments Vertrieb und Marketing verantwortete.
  • Tobias Belesnai verlässt den Vorstand der VR Bank Heilbronn Schwäbisch Hall – und wird Finanzchef beim Handelsunternehmen 11teamsports Group.
  • Der frühere Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling heuert nach seinem Rückzug aus dem Gremium bei der Großkanzlei Allen & Overy in Frankfurt an.

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Interne Wechsel

Wer Wo Seit Neue Position
Frederik Gottlob Berenberg 2016 Head of Corporates
Evelyn Frühauf Commerzbank 2013 Head of Customer Satisfaction
Christian Rummel Deutsche Bank 2011 Head of Brand Management GY
Stephan Werner Baader Bank 2017 Head of Risk Strategy and Management
Rainer Zeeb LBBW 1989 Abteilungsleiter Wertpapier
Juan Loehnert Commerzbank 2011 Global Head of Structured Solutions Sales

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Kurz getickert

  • Die personellen Wechselspiele zwischen Commerzbank und ING Deutschland (siehe hierzu ja auch schon unseren Artikel über die „Diba-Gang“) gehen weiter: Matthias Füssel, 2019 von den „Gelben“ zur den „Orangenen“ gewechselt und dort zuletzt zum Personalchef aufgestiegen, kehrt zurück zur Coba – und soll dort ab spätestens Juli als „Bereichsvorstand Human Resources“ firmieren (eins unter Personalvorständin Sabine Mlnarsky). Der Jurist Füssel ist nach dem Compliance-Experten Hans-Georg Beyer binnen zwölf Monaten schon der zweite Top-Manager, den sich die Coba von der Diba zurückholt.
  • Die Deutsche Bank setzt im Investmentbanking eine personelle Duftmarke – und macht die bisherige Citigroup-Dealmakerin Alison Harding-Jones zur globalen M&A-Chefin.
  • Die Umweltbank macht den früheren Comdirect- und Baader-CFO Dietmar von Blücher zum Vorstandschef. Der 50-Jährige soll sein Amt am 15. Januar antreten – ziemlich genau sechs Monate, nachdem sein Abgang bei Baader publik geworden war (sieht also so aus, als hätte der Wechsel damals bereits festgestanden). Von Blücher folgt damit auf Jürgen Koppmann, dessen unvermittelten Abgang das Öko-Institut im November verkündet hatte (siehe unseren Personalien-Ticker)
  • Die Sparkasse KölnBonn bekommt einen neuen Firmenkundenvorstand, nämlich Stephan Ortolf, bislang Bereichsleiter im Firmenkundengeschäft der DZ Bank. Er ersetzt Uwe Borges.
  • Donner & Reuschel schafft nun doch wieder einen dritten Vorstandsposten. Neu an Board (wie von uns neulich schon spekuliert): Philipp Marx, der im Sommer von M.M. Warburg rübergemacht hatte.
  • Auch FlatexDegiro erweitert das Führungsgremium – und zwar um Personalchefin Christiane Strobel, die zwar schon seit 2021 als „Global Head of HR“ firmierte, bislang aber ohne Vorstandsrang.
  • Die personelle Neuaufstellung der NordLB schreitet voran: Der langjährige Bereichsleiter für Privat- und Geschäftskunden, Klaus Gebhardt, geht in Ruhestand – ihm folgt Silvester Plotka, Eigengewächs der Tochter BLSK.
  • Der deutsche Sparkassen-Verband gründet eine eigenständige Payment-Abteilung (bislang gehörte der Bereich zur Digital-Abteilung) und setzt dabei überwiegend auf externe Expertise. Leiten wird das neue Ressort vom 1. Februar an der bisherige EZB-Manager Christian Schäfer, der sich bei der Notenbank zuletzt um die Entwicklung eines Zahlungs-Schemes basierend auf dem digitalen Euro bemüht hatte (siehe –> EPI vs. EZB: Das stille Ringen um die europäische Payment-Herrschaft). Beim DSGV trifft Schäfer unter anderem auf den früheren Solarisbank-Manager Jörg Abrolat (leitet seit November die „Digital Payments“-Gruppe, siehe hier) sowie den ebenfalls kürzlich verpflichteten Payment-Nerd Maik Klotz (siehe hier).

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Über 30 Vergütungs-Millionäre im Genosektor – und drei ganz besondere Fälle

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Die Vertrags-Laufzeiten der HVB-Führung

Im Zuge der Umwandlung der Hypo-Vereinsbank in eine GmbH (siehe unseren heutigen Großbanken-Ticker) lassen sich dem Handelsregister die Vertragslaufzeiten der Führungsriege entnehmen. Das entsprechende Dokument bestätigt den von uns in dieser Woche bereits vermeldeten Abgang von Privatkunden-Chefin Monika Rast (siehe hier)– während der Abgang von Risikochef Jürgen Kullnigg ja ebenfalls bekannt war (genauso wie die Tatsache, dass ihm der Mediobanca-Manager Pierpaolo Montana folgen wird, wie die HVB vergangene Woche offiziell kommuniziert hatte).

Was darüber hinaus auffällt: Obwohl sie erst zum 1. März 2023 den Vorstandsvorsitz übernahm, läuft der Vertrag von CEO Marion Höllinger bereits Ende 2024 aus – genauso wie die Kontrakte von Firmenkundenchef Jan Kupfer und CFO Ljubisa Tesic. Ungleich länger, nämlich bis Ende 2026, behalten die Arbeitspapiere des neuen Client-Solutions-Chefs Marco Iannaccone und des Digitalchefs Artur Gruca ihre Gültigkeit. Sprich: Von den vier Geschäftsführern mit HVB-Stallgeruch (Höllinger, Rast, Kupfer, Gruca) hat allein Gruca einen Vertrag, der über 2024 hinausreicht.

Hier die Laufzeiten im Überblick:

Name Position Laufzeit bis
Marion Höllinger Geschäftsführerin Ende 2024
Ljubisa Tesic Chief Financial Officer Ende 2024
Jan Kupfer Firmenkunden-Chef Ende 2024
Monika Rast Privatkunden-Chefin Ende Februar 2024
Jürgen Kullnigg Chief Risk Officer Ende März 2024
Pierpaolo Montana* Chief Risk Officer Ende 2026
Artur Gruca Chief Digital- und Operations-Officer Ende 2025**
Marco Iannaccone Investmentbank-Chef Ende 2026

* Pierpaolo Montana ersetzt ab dem 1. April 2024 Jürgen Kullnigg als CRO
** In der ersten Version dieses Artikels schrieben wir fälschlicherweise von einer Laufzeit bis Endce 2026

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Kurz getickert

  • Bei der schlingernden Frankfurter Swiss Euro Clearing Bank steht einer der beiden frisch installierten Vorstände nach Finanz-Szene-Informationen bereits wieder vor dem Absprung – nämlich Finanz- und Risikochef Hans Schlottner. Der Manager werde die SECB per Ende März 2024 verlassen, „um eine neue Herausforderung bei einer anderen Auslandsbank anzunehmen“, bestätigt CEO Franz Siener-Kirsch (Hintergründe zur SECB finden Sie hier –> Eigner muss Frankfurter Spezialbank stützen – weitere Verluste drohen).
  • Die Oldenburgische Landesbank verlängert die Verträge der fürs Ressort „Corporates & Diversified Lending“ zuständigen Vorstände, Giacomo Petrobelli und Marc Ampaw, bis 2027.
  • Eine Vertragsverlängerung gibt es auch für Volker Alt, Vorstandschef der Sparkasse Hannover (mit einer Bilanzsumme von 20 Mrd. Euro die Nr. sechs in Deutschland) – er darf weitere fünf Jahre im Amt bleiben.
  • Die Privatbank Metzler macht Oliver Schmidt zum „Chief Investment Officer“ für ihre Asset-Management-Tochter. Er folgt auf Rainer Matthes, der in den Ruhestand eintritt.
  • Der Sparkassenverband Niedersachsen hat den CDU-Landrat Cord Bockhop nun offiziell zu seinem neuen Präsidenten (und somit zum Nachfolger Thomas Mangs) gewählt.
  • Bei der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (nach Bilanzsumme die achtgrößte Sparkasse hierzulande) steigt Diana Uhlmann zum Jahreswechsel zur Privatkundenvorständin auf. Sie folgt auf Bernward Höving, der in Rente geht.
  • Bei der Sparkasse Bielefeld (mit einer Bilanzsumme von 7,8 Mrd. Euro die Nummer 46 im DSGV-Ranking) rückt per August 2024 erstmals eine Frau an die Spitze – nämlich Jennifer Erdmann, die dem Vorstand des Instituts seit 2017 angehört. Sie löst den in Rente gehenden Michael Fröhlich ab, auf ihren Posten rückt wiederum Jörn Stöppel nach.
  • Der langjährige NordLB-CIO Tobias Meiler, der die Landesbank im Sommer verlassen hatte, ist laut seines Linkedin-Profils bei einem luxemburgischen Bionanalytik-Konzern namens Eurofins untergekommen.
  • Alexander Voigt zeichnet bei J.P. Morgan künftig auch für die Infrastrukturfinanzierung in Europa verantwortlich.

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Zugänge

Wer Wohin Position Kommt von
Matthias Scheffner Oddo BHF Managing Director / Head Region North / West Deutsche Bank
Ulrike Suliak-Illgen Targobank Head of Compliance Acolin
Jan Kaiser KfW Ipex-Bank VP Business Development & Origination Fincompare
Sabine Jüngling Apobank Abteilungsleiterin Marketing Deutsche Bank
Markus Lühe Mambu Senior Account Director FIS Global

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Interne Wechsel

Wer Wo Seit Neue Position
Véronique Voser Deutsche Bank 2014 Head Global Corporate Coverage DACH
Axel Jütz Stadtsparkasse Wuppertal 2010 Vorstandsvorsitzender (April 2024)
Katja Roth Frankfurter Bankgesellschaft 2023 Abteilungsleiterin Beteiligungsmanagement
Natascha Bütof DWP Bank 2009 Leiterin HR-Grundsatzfragen/Steuerung
Alexander Gallas Deutsche Bank 2000 Global Co-Head of CSR
Volker Pilz N26 2020 Geschäftsführer der N26 Product & Tech GmbH
Monika Dissen Deutsche Bank 2014 Global Head Governance Principles & Board
Adam Joiko Raisin Bank 2023 Prokurist

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Abgänge

Wer Wo Letzte Position Geht zu
Mark Kaffenberger KSK Bitburg-Prüm Vorstandsmitglied k.A.
Christian Jansen Volksbank Erft Vorstandsmitglied k.A.
Martin Ernst Volksbank Erft Vorstandsmitglied (Mitte 2024) Ruhestand
Joachim von Cornberg Flatex Finanz Geschäftsführer Cryptoport
Roman Schida Bawag Director Consumer Loans Germany Confinpro (Beratung)
Markus Benke BNP Paribas Deutschland HR-Manager k.A.

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Hypo-Vereinsbank wechselt Privatkunden-Chefin Monika Rast aus

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Kurz getickert

  • Die Hamburger Sparkasse beruft gut fünf Jahre, nachdem Finanz-Szene den vorzeitigen Abgang der damaligen Privatkunden-Chefin Bettina Poullain publik machte, erstmals wieder eine Frau in den Vorstand. Nämlich: Birte Quitt, die vergangenes Jahr von der Erste Group (also von der Ösi-Bank, bei der auch die Coba ihr Vorstandspersonal rekrutiert) zur Haspa gekommen war und künftig unter anderem „Teile des Privat- und Firmenkundengeschäfts“ verantworten soll, wie es in einer Mitteilung heißt …
  • … Ebenfalls interessant: En passant wird in dem Statement auch erwähnt, dass der vor drei Jahren in den Haspa-Vorstand aufgestiegene Olaf Oesterhelweg (siehe –> Haspa sucht Frau. Und findet Mann. Wie kann das sein?) vor einigen Wochen zum Vizechef ernannt worden ist. Darf man hierin schon ein Präjudiz sehen, wer die größte deutsche Sparkasse (Vorstandschef Harald Vogelsang, der im Januar 65 Jahre alt wird, will noch bis Ende 2026 durchziehen) künftig führen wird?
  • Die Apobank verlängert den Vertrag mit Vorstandschef Matthias Schellenberg „im Frühjahr des kommenden Jahres vorzeitig für weitere fünf Jahre“, wie es im Intranet des Instituts heißt
  • Bei der Bundesbank wird der für Zahlungsverkehr zuständige Vorstand Burkhard Balz ab Januar interimsweise auch die Bankenaufsicht verantworten, wie am Freitag zunächst bei „Platow“ zu lesen war. Balz ersetzt Claudia Buch, die zum neuen Jahr bekanntlich an die Spitze der EZB-Bankenaufsicht rückt. Geklärt ist auch, wie die übrigen Vorstandsvakanzen (ab Januar werden zunächst nur drei von sechs Positionen besetzt sein) aufgefangen werden. So soll sich Präsident Joachim Nagel zusätzlich um Revision kümmern, während Sabine Mauderer die Verantwortung für Controlling, Finanzstabilität und Statistik übernimmt. Und noch eine Buba-Personalie: Alexandra Hachmeister soll einen neuen Zentralbereich für den digitalen Euro verantworten.
  • Die frühere Apobank-Vorständin Jenny Friese wechselt in die Versicherungswirtschaft – und zwar zur „Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG“, wo sie die Leitung des Bankenvertriebs übernimmt. 

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Exklusiv: Solarisbank entlässt mehr als 20 Beschäftigte – auch drei Manager gehen

Bei der Solarisbank kommt es kurz vor Weihnachten noch mal zu Entlassungen. Mehr als 20 Mitarbeiter müssen gehen – und auch drei Topshots verlassen das Berliner Fintech. Die Details: FS Premium

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Paukenschlag im Genosektor: Atruvia-Chefkontrolleur gibt Amt ab

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Kurz getickert

  • Wer der zweite Sonderbeauftragte bei der „Maverick“-Volksbank aus Schmalkalden wird, steht jetzt auch fest. Es handelt sich um den Wirtschaftsprüfer Dirk Auerbach von der Kanzlei Schalast.

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Exklusiv: Deutsche Bank sortiert Private-Bank-Manager Ilgen aus

Der neue Privatkundenchef der Deutschen Bank, Claudio de Sanctis, beginnt mit der Aussortierung von Top-Managern, die unter seinem Vorgänger Karl von Rohr noch wichtige Funktionen wahrnahmen. Als ersten (aber vermutlich nicht letzten) hat es Informationen von Finanz-Szene zufolge Alexander Ilgen getroffen, den langjährigen Chief Financial Officer des Privatkundengeschäfts. Sein Social-Media-Profil weist Ilgen zwar unverändert in der alten Position aus. Tatsächlich allerdings ist längst ein Rechtsstreit zwischen dem Manager und der Bank entbrannt. So wurde beim Arbeitsgericht Frankfurt für den 24. Januar ein Termin zur mündlichen Verhandlung zwischen den Streitparteien anberaumt.

Ilgen arbeitet seit rund 20 Jahren für das größte Geldhaus des Landes. Der Bankkaufmann und Betriebswirt begann seine Karriere als Projektmanager bei Roland Berger, bevor er 2004 als COO Group Finance in die Deutsche Bank eintrat. 2010 wurde Ilgen zum CFO des Global Transaction Banking berufen, 2015 zum CFO des Privatkundengeschäfts. Von April 2019 bis zur Verschmelzung der DB Privat- und Firmenkundenbank AG auf die Deutsche Bank war er zudem deren Vize-Chef. Dass der Manager aufs Abstellgleis geraten könnte, hatte sich schon Anfang Juli abgezeichnet, als de Sanctis erstmals öffentlich sein Führungs-Team skizzierte: Ilgens Name fehlte – die Finanzen verantwortet seither vielmehr Matthias Hauser. Ilgens Aufgaben als COO und als Divisional Control Officer wurden anderweitig verteilt.

Die Deutsche Bank will die Personalie nicht kommentieren. Auch Ilgen äußert sich auf Anfrage nicht zu der Frage, ob sein Abschied in der Bank bevorstehe.

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Kurz getickert

  • Der Sparkassen-Acquirer Payone zieht offenbar personelle Konsequenzen aus der jüngsten Bafin-Schelte und besetzt erstmals auf Vorstandsebene einen Risikochef in Gestalt des bisherigen SaarLB-Vorstands Matthias Böcker. Indes verlässt Vertriebschef Björn Hoffmeyer zum Jahresende die Geschäftsführung und wechselt zum Mehrheitseigner Worldline. Sein Aufgabengebiet wird nun Chefsache –  geht also an CEO Ottmar Bloching.
  • Der bayerische Genossenschaftsverband macht den Ex-Banker (Dresdner Bank, Raiba Seebachgrund) und CSU-Politiker Stefan Müller zu seinem neuen Präsidenten. Er soll als Vorstandschef im Juli auf Gregor Scheller folgen, der in den Ruhestand geht.
  • Die KfW verlängert den Vertrag ihres seit 2009 amtierenden Personalvorstands Bernd Loewen bis Mitte 2027.
  • N26 ernennt Juan Bongiovanni zum neuen „Chief Marketing Officer“. Der kommt ausgerechnet von Trade Republic – und die Mitteilung kommt ausgerechnet an dem Tag, da der Berliner Neobroker den Erhalt seiner Vollbanklizenz bekannt gegeben hat.
  • Anlässlich jener oben erwähnten Vollbanklizenz gibt sich Trade Republic einen Prüfungsausschuss, bestehend aus: Ute Gerbaulet (Oetker-CFO und dermaleinst Gesellschafterin beim Bankhaus Lampe), Christina Riley (aktuell bei Santander, zuvor im Vorstand der Deutschen Bank) sowie Andreas Willius (bis Mai 2022 noch TR-Geschäftsführer).
  • Bei GFT Technologies, also einem der größten IT-Dienstleister von Banken hierzulande, hat CEO Marika Lulay ihren Rückzug für Ende 2024 angekündigt, wie das Unternehmen mitteilt.

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Interne Wechsel

Wer Wo Seit Neue Position
Dominique Jäger DKB 2020 Chief of Diversity
Katja Becker Deutsche Bank 1999 Leiterin FIM und Deutsche Private Port
Suleika Preikschat Interhyp Gruppe 2018 Managing Director Privatkundengeschäft
Mark Lamik Moonfare 2022 Chief Produkt und Technology Officer
Björn Espe Fino 2022 Director Banking DACH
Sebastian Grunwald Commerzbank 2006 Group Audit – Dept. Head Credit Int. & Operations
Wencke Riechert DWP Bank 2014 Leiterin Transformation
Michael Piatek Raisin 2018 Country Manager Poland
Wilfried Röth Sparkasse Rhein-Maas 2016 Vorstandschef (ab 2024)

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Exklusiv: Nächstes Revirement bei FNZ-Gruppe – Philip Laucks steigt ein

Bei der deutschen FNZ-Gruppe (zu der neben der ehemaligen Münchner Ebase auch die Augsburger Fondsdepot Bank gehört) kommt es zum zweiten CEO-Abgang binnen weniger Monate. Wie berichtet, hatte der frühere Consorsbank-Manager Kai Friedrich den Chefsessel im Sommer überraschend geräumt – kurz bevor Vorwürfe der Bafin gegen die Bank öffentlich wurden (siehe –> Bafin stellt Ebase unter Saustall-Verdacht) und man kurz darauf auch noch ein eng mit Friedrich verknüpftes Großprojekt cancelte (siehe hier). An Friedrichs Stelle übernahm der Fondsdepot-Bank-Chef Sebastian Henrichs damals in Personalunion auch die Spitze von Ebase (bzw. der FNZ Bank, wie Ebase inzwischen heißt). Nun allerdings gibt Henrichs nach Informationen von Finanz-Szene beide Posten ab, was das Unternehmen am Abend auf Anfrage bestätigte.

Innerhalb der Gruppe werden die beiden Führungspositionen nun wieder getrennt: Chef der FNZ Bank wird der bereits im Sommer verpflichtete frühere OLB-Vorstand Peter Karst – und CEO bei der Fondsdepot Bank wird der einstige Deutsche-Bank-Digitalo Philip Laucks. Zur Erinnerung: Laucks hatte von 2010-2016 an der Spitze der Deutsche-Bank-Tochter Norisbank gestanden, firmierte eine zeitlang als „Chief Digital Officer“ der Postbank und gehörte auch mal dem Vorstand der DB Privat- und Firmenkundenbank an. Überdies interessant: In den Aufsichtsrat der FNZ Bank zieht die frühere Postbank-Vorständin Zvezdana Seeger ein. Da wiederum Ex-Postbank-Chef Frank Strauß an der Spitze sowohl des FNZ-Bank- als auch des Fondsdepot-Bank-Aufsichtsrats steht, mischen innerhalb der FNZ-Gruppe jetzt also drei frühere Postbanker an vorderster Front mit: Strauß, Seeger und eben Laucks.

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Kurz getickert

  • Die Targobank erweitert ihren Vorstand, und zwar um das Eigengewächs Marco Voosen. Dieser war schon für die Targobank tätig, als diese noch Citibank hieß, zuletzt firmierte er als Ressortleiter für den CIB-Bereich – und vom 1. Januar wird er für ebendiesen Bereich (also für das Corporate and Institutional Banking) auf Vorstandsebene zuständig sein.
  • Auch bei einem weiteren Düsseldorfer Institut gibt es Veränderungen auf Vorstandsebene – nämlich bei der NRW-Bank. Dort übernimmt die bislang als Risikovorständin firmierende Vize-Chefin Gabriela Pantring per Juni 2024 die Aufgaben von Kapitalmarktvorstand Michael Stölting (der dann in Ruhestand geht); Pantrings Risikoressort wird von Peter Stemper übernommen (der 2019 von Portigon zur NRW-Bank kam und aktuell die Unternehmensentwicklung verantwortet); und darüber hinaus zieht die bisherige Commerzbank-Managerin Johanna Antonie Tjaden-Schulte als Vorständin für Innovation und Transformation in das Führungsgremium ein.
  • Die Sparkasse Bremen setzt auf personelle Kontinuität (jedenfalls an der obersten Spitze) – und hat den Vertrag mit Vorstandschef Tim Nesemann vorzeitig um weitere fünf Jahre bis Herbst 2029 verlängert.
  • Bei der Berliner Sparkasse rückt der bisherige Generalbevollmächtigte Olaf Schulz zum 1. Juli in den Vorstand auf und soll dort Treasury, Unternehmenskunden, gewerbliche Immobilienfinanzierung sowie Private Banking verantworten. In der offiziellen Mitteilung ist von einer „Nachfolge-Regelung“ die Rede, wem Schulz nachfolgt, bleibt allerdings unausgesprochen. Angesichts der Ressortverantwortung würden wir auf Hans Jürgen Kulartz tippen.

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Das Stühlerücken bei der DWS geht weiter

Nach nur einem Jahr trennt sich die DWS bereits wieder von ihrer Chief Operating Officer Angela Maragkopoulou (zur Erinnerung: das ist die vormalige Telekom-Managerin, die gemeinsam mit CAO Karin Kuder den Abgang Mark Cullens kompensieren sollte). Nachfolger wird Rafael Otero, also einer jener Fintech-Blogger, die der heutige DWS-Chef Stefan Hoops einst im halben Dutzend zur Deutschen Bank geholt hatte – und von denen sich mit Otero nun schon der Zweite im Top-Management der Fondstochter wiederfindet (der andere ist Strategiechef Bajorat). Ungewöhnlich offen übrigens begründete Hoops die Trennung von Maragkopoulou: „Vor dem Hintergrund der zuletzt identifizierten Aspekte unseres IT-Transformations-Projekts“ müsse man die Ressourcen „stärker auf Bereiche konzentrieren, für die tiefgreifende Kenntnisse sowohl der DWS- als auch der Deutsche-Bank-Umgebung erforderlich sind“.

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Ex-Deutschbanker soll „Maverick-Volksbank“ stabilisieren

Bei der VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden nehmen die Dinge jetzt ihren Gang. In einer „Kundeninformation“ bestätigt das thüringische Problem-Institut den Rücktritt von Vorstand Jan Wettsein sowie die Demission „mehrerer“ Aufsichtsratsmitglieder – und teilt zugleich mit, dass die Bafin den früheren Volksbank-Köln-Bonn-Vorstand und noch früheren Deutschbanker Christian Gervais zum Sonderbeauftragten ernannt habe. Kleine Anekdote am Rande (nachdem wir weiter oben ja schon die offenherzige Kommunikation der DWS gelobt haben): Als Gervais vor zwölf Monaten seine Position in Köln verlor, lautete der erste Satz der Pressemitteilung: „Die Volksbank Köln Bonn eG passt sich permanent an die veränderten Rahmenbedingungen und Kundenerwartungen an. Im Rahmen des aktiven Kostenmanagements werden auch konsequent Prozess-Erleichterungen und Produktivitäts-Steigerungen zur Reduzierung des Personalbestandes genutzt.“

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