Kurz gebloggt

Wallet ohne Geld: Deka sticht S-Payment im Krypto-Streit aus

Es ist fast so etwas wie ein Lehrstück über die Funktionsweise der Sparkassen-Finanzgruppe:

  1. Mitte Dezember hatten Finance Forward und Finanz-Szene verbundinterne Pläne für den Bau einer Krypto-Wallet publik gemacht;
  2. Dass die Pläne von der S-Payment ausgingen, stieß vielen im Sektor sauer auf – schließlich sollte die Wallet dem Handel mit digitalen Währungen dienen und stellte somit faktisch ein Investment-Tool dar. Für “Investments” jedoch ist die S-Payment nicht zuständig, das ist der Beritt der Deka;
  3. Nachdem Sparkassen-Funktionäre wie DSGV-Präsident Schleweis die Krypto-Pläne öffentlich abgekanzelt hatte (es fiel sogar der Begriff “Schneeballsystem”), tat der jüngste Krypto-Crash ein Übriges.

Und so konnten die Sparkassen-Gremien vermutlich nicht anders als so zu entscheiden, wie sie gestern entschieden haben. Wir zitieren:

Die Sparkassen-Finanzgruppe hat “die Einführung einer Verwahrlösung von tokenisierten Assets […] ebenso beschlossen wie die Einführung einer Wallet zum Halten, Kaufen und Verkaufen von tokenisierten Assets. [Derweil] haben sich die Gremienmitglieder mehrheitlich dagegen ausgesprochen, dass Institute der Sparkassen-Finanzgruppe den Handel mit Kryptowährungen anbieten.”

Heißt nach unserem Verständnis: Die Krypto-Wallet ist faktisch tot. Damit alle Beteiligten das Gesicht wahren, muss sie aber trotzdem irgendwie überleben – dann halt als Medium für den Handel mit “tokenisierten Assets”.

Macht das Sinn? Mmmhhh.

Fest jedenfalls steht: Die “tokenisierten Assets”, die sollen, ob mit oder ohne Wallet, von der Deka kommen.

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