Kurz gebloggt

Beim Vorzeige-Fintech N26 sinkt erstmals das Wachstumstempo

23. Januar 2020

Von Heinz-Roger Dohms

Beim deutschen Vorzeige-Fintech N26 hat sich das Wachstumstempo in den vergangenen Monaten offenbar erstmals verlangsamt. Wie Gründer Valentin Stalf in einem heute Früh veröffentlichten „Reuters“-Interview sagte, zählt das Berliner Startup nun „mehr als 5 Mio. Kunden“. Die letzte offizielle Aussagen zur Kundenzahl stammte vom 13. Juni 2019. Damals hatte N26 nach eigenen Angaben „die 3,5-Mio.-Kundenmarke geknackt“. Das heißt: Die von Investoren mit 3 Mrd. Euro bewertete Smartphone-Bank brauchte zuletzt 224 Kalendertage, um netto 1,5 Mio. Kunden hinzuzugewinnen (wir haben uns erlaubt, unsere Berechnungen um das – unserer Vermutung nach – nur rhetorische „mehr als“ zu bereinigen). Das macht durchschnittlich rund 6700 Kunden pro Tag.

Als Vergleichswert bietet sich nun die Spanne zwischen dem 10. Januar 2019 (da sprach N26 in einer Mitteilung erstmals von 2,3 Mio. Kunden) und besagten 13. Juni 2019 an, als es erstmals 3,5 Mio. Kunden waren. Zwischen diesen beiden Tagen liegt eine Spanne von 154 Tagen, sodass sich unserem Casio zufolge für diesen Zeitraum ein Netto-Wachstum von durchschnittlich noch 7800 Kunden pro Tag ergab (Rechenweg: 1,2 Mio. Netto-Neukunden durch die 154 Tage, die es brauchte, um diese Kunden zu gewinnen). Heißt: Basierend auf offiziellen Unternehmensangaben und bereinigt um mögliche kleinere Unwägbarkeiten (also die Sache mit dem „Mehr als“) ist N26 in den zurückliegenden gut sieben Monaten um gut 1000 Kunden täglich weniger gewachsen als in den rund fünf Monaten zuvor.

Spielerei? Vermutlich.

Worum es bei N26 wirklich geht und wie hoch die Zahl der wirklich „aktiven“ Kunden sein dürfte, hatten wir Ihnen neulich ja schon erzählt:

Unsere Thesen zu N26: Nur 1,5 Mio. Kunden. Aber 100 Mio. Ertrag

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