Commerzbank hat seit Dienstag Probleme im Online-Brokerage

5. Februar 2020

Von Christian Kirchner

Die Commerzbank kämpft seit mindestens Dienstagvormittag mit schweren Problemen in ihrem Wertpapierbereich. Kunden kommen gar nicht oder nur mit sehr langen Wartezeiten überhaupt in ihre Online-Depots über die Website oder die App. Ferner gibt es Probleme mit eigentlich als abgewickelt geltenden Transaktionen, die nicht als solche angezeigt werden.

Über Social-Media-Kanäle teilt die Bank mit, die IT arbeite „mit Hochdruck“ am Problem. Hintergrund der Schwierigkeiten sei demnach „eine hohe Anzahl von Zugriffen“, die zu Performancebeeinträchtigungen des Systems führe. Diese Auskunft erhalten Kunden auch bei der Hotline.

Die Inhaber von Wertpapierdepots – und hier vor allem aktive Nutzer – sind auf die Verfügbarkeit des Brokerages besonders angewiesen. Bei der Commerzbank gibt es die Probleme allerdings nunmehr dokumentiert schon mindestens 24 Stunden, laut einigen Nutzermeldungen schon länger. Die Panne ist – über den Imageschaden hinaus – für die Commerzbank auch geschäftsrelevant: Laut letzten testierten Zahlen haben Kunden der Commerzbank im Wertpapierbereich ein Bestandsvolumen von 93,4 Mrd. Euro per Ende 2018 angelegt, mit ihnen hat die Commerzbank zuletzt 757 Mio. Euro an Erträgen im Jahr 2018 generiert.

Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter machen Kunden ihrem Ärger über die anhaltende Störung Luft.

„Wann werden Wertpapiergeschäfte online wieder möglich sein? Schon der 2. Tag in Folge…“ (Quelle)

„Das kann doch nicht sein! Was für eine Unverschämtheit! Gestern Aktien verkauft – heute wegen erneuter technischer Störungen kein Guthaben gutgeschrieben. Stattdessen wieder die verkauften Aktien im Depot. – Das sollte man wirklich mal an die BaFin melden!“ (Quelle)

„Seit Stunden wieder IT-Probleme bei der Commerzbank. Keine Wertpapierordererfassung möglich!“ (Quelle)

„Die Commerzbank ist disruptiv im Aktienhandel – aber auf eine nervige Art: Depot- und Aktienfunktionalitäten im Online-Banking sind seit Tagen nicht verfügar“ (Quelle)

Das Brokerage der Tochter Comdirect ist nicht betroffen.

Finanz-Szene.de hat die Commerzbank um eine Stellungnahme gebeten und wird diese ergänzen, sobald sie vorliegt.

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