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08/09/22: Swan fordert Solaris heraus, Konsumenten-Finanzierer drehen auf

Solaris-Challenger bringt sich in Berlin in Stellung: Manch ein Solarisbank-Kunde dürfte sich vergangene Woche verwundert die Augen gerieben haben. Schließlich ließ sich der von CEO Roland Folz verkündete Strategieschwenk (in a nutshell: weniger jungspundige Neobanken, dafür mehr umsatzstarke Nicht-Banken als Partner) durchaus als Misstrauensvotum gegen Teile der eigenen Klientel interpretieren. Vor diesem Hintergrund ist es eine hübsche Koinzidenz, dass das französische Fintech Swan gestern die Eröffnung einer Berliner Niederlassung verkündet hat. Denn: Das Geschäftsmodell von Swan gründet – genauso wie das der Solarisbank – auf dem Betrieb eines Banking-Backends, auf das die Frontend-Fintechs ihre Dienstleistungen aufsetzen können …

… Hat es Swan also möglicherweise auf die Solaris-Klientel abgesehen? Und tut sich hier vielleicht eine Alternative für die Tomorrows und Finoms und wie sie alle heißen auf? Die eigene Zielgruppe schließe auch Neobanken ein, meinte Deutschland-Chef David Frei gestern. Indes: Im Gegensatz zur Solarisbank besitzt Swan bislang keine Vollbanklizenz, sondern wickelt seine Geschäfte im Rahmen einer E-Geld-Lizenz ab. Und auch die beiden gestern aufgeführten Referenzkunden hierzulande (das Wealth-Tech Ride Capital und die CFO-Plattform Airbank) deuten fürs erste noch nicht darauf hin, dass der Fokus auf klassischen Neobanken liegt.

Kurz-News

N26-Chef Valentin Stalf hat auf dem “Banken-Gipfel” des Handelsblatts (Paywall) die Losung ausgegeben, “in den nächsten 24 Monaten” profitabel werden zu wollen. Nehmen wir ihn beim Wort! +++ Die im “Bankenfachverband” vertretenen Kreditbanken haben ihr Neugeschäft in der Konsumentenfinanzierung im ersten Halbjahr um fast 16% (!) auf 29,4 Mrd. Euro ausgeweitet … +++ …  Interessant: Online vergebene Kredite kommen inzwischen auf einen Anteil von 32% – vor zwei Jahren waren es erst 24% gewesen (Mitteilung/PDF) +++ Nach Berechnungen des Pfandbriefbanken-Verbandes ist der Umfang zugesagter Wohnbau-Finanzierungen von Januar bis Juni nur mehr um 3% auf 140 Mrd. Euro gestiegen … +++ … Angesichts einer bereits im zweiten Quartal stark abnehmenden Dynamik geht der vdp davon aus, dass das Neugeschäft im Gesamtjahr hinter dem von 2021 zurückbleiben wird. Dies wäre das erste Minus seit 2009 (Mitteilung) +++ Nach der WhatsApp-Affäre bei der Deutschen Bank interessiert sich die Bafin für die Frage, inwieweit auch Mitarbeiter anderer Institute private Chatdienste für geschäftliche Zwecke nutzen. Erste Häuser seien von den Aufsehern diesbezüglich bereits kontaktiert worden, schreibt “Bloomberg” (via Handelsblatt) +++ Korrektur: Gestern hatten wir geschrieben, beim geplanten Porsche-Börsengang solle ein Viertel aller Anteile platziert werden. Tatsächlich geht es um ein Viertel der Vorzugsaktien – und damit um ein Achtel aller Anteile. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen

Finanz-Szene geht ab Oktober hinter die Paywall ...

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