Studie von Finanz-Szene.de

1700 offene Stellen: Der Fintech-Boom erreicht den Jobmarkt

2. März 2020

Von Heinz-Roger Dohms

Der Fintech-Boom wird allmählich zu einem wahrnehmbaren Faktor für den Arbeitsmarkt. So hatten die rund 100 größten und bekanntesten deutschen Finanz-Startups zuletzt fast 1700 offene Stellen ausgeschrieben, zeigt die „Fintech-Job-Studie“ von Finanz-Szene.de. Über den größten Personalbedarf verfügten demnach der Zahlungsdienstleister SumUp mit 170 und die Smartphone-Bank N26 mit 117 Jobangeboten. Daneben suchten elf weitere hiesige Finanz-Startups mindestens 30 neue Mitarbeiter; insgesamt 49 Fintechs hatten eine zweistellige Anzahl an Stellen ausgeschrieben. Die komplette Studie, die u.a. die Jobgesuche sämtlicher Fintechs verteilt auf zwölf Kategorien detailliert auflistet, können Sie hier als PDF runterladen; ein Dank gilt der auf Startups und Executive Search spezialisierten Hamburger Personalberatung Dwight Cribb für das Sponsoring des aufwendigen Unterfangens.

Durch die granulare Erfassung der Daten vermittelt die Studie nicht nur einen Eindruck vom Job-Boom insgesamt. Sondern sie liefert auch in detaillierter Form Indizien, welche Fintechs ihre Belegschaft momentan wirklich vergrößern – und bei welchen das eher er nicht oder allenfalls in begrenztem Umfang der Fall zu sein scheint (wobei natürlich immer mal vorkommt, dass Startups mehr Stellen ausschreiben, als sie eigentlich Leute suchen, zum Beispiel, weil versucht wird, mit unterschiedlichen Profilen den gleichen Job zu besetzen). Ein weiteres spannendes Ergebnis der Untersuchung: Der Jobboom bei den deutschen Fintechs ist tatsächlich eine Finanztechnologie-Jobboom. So entfielen mehr als 40% der offenen Stellen auf die drei Kategorien „IT & Engineering“, „Product & Design“ sowie „Data & Business Intelligence“.

Wichtig: Der wahre Fintech-Jobboom geht über die in der Studie erfassten Daten sogar deutlich hinaus. So beschränkten wir uns, um eine klar abgegrenzte Grundgesamtheit zu erlangen, auf die nach 2010 gegründeten „Fintechs im engeren Sinne“ (eine Ausnahme machten wir für Smava und Auxmoney, weil diese beiden Firmen als Prototypen der aktuellen Fintech-Welle gelten dürfen). Dadurch fehlen zum Beispiel dem New-Economy-Hype entstammende Ur-Fintechs wie Hypoport (ausgeschriebene Stellen zuletzt: 227), Wirecard, Check24 oder Interhyp.

Auch schwer zu definierende, aber zweifellos Fintech-artige Player wie Arvato Financial Solutions (165) wurden nicht erfasst. Dasselbe gilt für diverse nach der New Economy, aber vor 2010 entstandene Payment-Fintechs wie Ratepay (40) oder Billpay. Und es fehlen auch ausländische Fintechs mit starker Deutschland-Präsenz wie zum Beispiel Klarna (hierzulande ausgeschriebene Stellen zuletzt: 34) Kurzum: Man liegt ganz sicher nicht verkehrt, wenn man den wahren Fintech-Jobboom (also unter Einschluss sämtlicher „Fintechs im weiteren Sinne“) auf weit mehr als 2000 offene Stellen veranschlagt.

Laden Sie jetzt die „Fintech-Job-Studie“ von Finanz-Szene.de kostenlos herunter

… und erfahren Sie u.a. Folgendes:

  • Welches deutsche Fintech sucht momentan wie viele Mitarbeiter und in welchen Bereichen?
  • Welche Fintechs treiben den Boom – und welche nicht?
  • In welchen Städten wird gesucht, in welchen nicht?
  • Auf welche Jobkategorien entfallen die 1700 offenen Stellen?
  • Handelt es sich um einen B2B-Boom oder um einen B2C-Boom?
Hier downloaden:
Der Fintech-Jobboom

Der Fintech-Jobboom

Eine Analyse der deutschen  Fintech-Markts
anhand der ausgeschriebenen Stellen

1,6 MB

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