50-Mio.-Euro-Linie für Berliner Finanzierungs-Fintech Modifi

17. März 2021

Von Heinz-Roger Dohms und Caspar Schlenk

Das Berliner Finanzierungs-Startup Modifi will mit einer Kreditlinie über 50 Mio. Euro weiter expandieren – auch in den USA. Das Geld wird von der Silicon Valley Bank gestellt, es kommt ebenfalls aus Übersee. Damit will die Firma des ehemaligen Billpay-Chefs Nelson Holzner das Wachstum beschleunigen.

Modifi kauft zum Beispiel chinesischen oder indischen Lieferanten ihre Forderungen gegenüber den Exporteuren ab oder finanziert den Handelsunternehmen ihre Käufe vor. Dabei verdient der Factoring-Spezialist an der anfallenden Gebühr. „Wir haben durch den Deal deutlich mehr Firepower“, sagt  Holzner. „Schon heute besitzen wir über die Lieferanten, die wir finanzieren, viele Kontakte in die USA – sie sind die Abnehmer der durch uns vorfinanzierten Ware“. Durch mehr Vertrieb soll das Geschäft dort anziehen. Die Bank, die seit einigen Jahren auch in Deutschland aktiv ist, vergibt in der Regel sogenanntes Venture Debt an Startups.

Im Laufe des Jahres soll bei Modifi eine richtige Funding-Runde folgen. Wagniskapitalgeber wie Rocket Internet und die Reederei Maersk sind bereits an der Firma beteiligt. Über konkrete Finanzierungsvolumen oder Umsätze spricht Modifi nicht. Auf den Greensill-Skandal schaut Modifi-Gründer Holzner mit Sorge. „Der Fall wirft ein schlechtes Licht auf einen sonst seriösen Markt.“

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