Kurz gebloggt

Acht Snippets, die zeigen: Die deutsche Fintech-Branche lebt!

9. April 2020

Von Heinz-Roger Dohms

Nachdem wir im März das Gefühl hatten, die deutsche Fintech-Branche sei (mal abgesehen von ein bisschen Corona-Aktionismus) in eine regelrechte Schockstarre verfallen, erreichten uns die letzten Tage dann doch ein paar Snippets, von denen für sich genommen zwar keine zur großen News taugt – die aggregiert aber doch eine zweifellos positive Osterbotschaft senden. Seht her, die hiesigen Finanz-Startups, sie leben noch!

Voilà:

  1. Die Hamburger Einlagen-Broker Deposit Solutions vertieft die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank. Bislang bot die Frankfurter Großbank ihren auf der Deposit-Technologie basierende „Zinsmarkt“-Plattform lediglich den Retailkunden an. Wie der heutigen „FAZ“ (Print, S. 29) zu entnehmen ist, wird nun auch das Wealth-Management angeschlossen.
  2. Das Kasseler B2B-Fintech Fino setzt gemeinsam mit der Schufa (die ja auch hinter dem Müncher Schnittstellen-Spezialisten FinAPI steht) ein Joint-Venture namens ClariLab auf. Das neue Unternehmen soll KYC-Lösungen mit dem Schwerpunkt auf regulatorischen Themen bereitstellen. (Mitteilung).
  3. Die adretten Zwillingsgründer des Multibanking-Fintechs Dwins („Finanzguru“) waren diese Woche wieder mal im Fernsehen (genauer: bei „Die Höhle der Löwen“) und haben dort ihre neueste Produkterweiterung vorgestellt: eine virtuelle Kontokarte, über die der Kunde – wenn wir es richtig verstanden haben – auf sämtliche Konten zugreifen kann, die er über seine Finanzguru-App bündelt.
  4. Als der Berliner Gutschein-Spezialist Optiopay vor zehn Tagen die Corona-Aktion „Hilfelokal“ für örtliche Händler startete, dachten wir: Klingt ja ganz nett. Aber wie soll das Ding den Weg zu den Leuten finden, für die’s gedacht ist? Inzwischen indes ist das Ding (wenn wir’s richtig deuten) in den genossenschaftlichen Bankensektor eingeflogen. vr-extraplus
  5. Irgendwo haben wir gestern gelesen, dass das Heidelberger Insurtech Getsafe allein im März rund 10.000 Policen verkauft habe. Kann das sein? Klang jedenfalls nicht soooo schlecht.
  6. Finleap Connect (also das neue „Alles aus einer Hand“-Fintech von Finleap) hat ein Tool entwickelt, dass Banken beim Liquiditätsmanagement für kleine und mittlere Unternehmen unterstützen soll.
  7. Der Frankfurter „Wir schreiben schwarze Zahlen“-Fintech Fincite baut  die Zusammenarbeit mit der belgischen KBC-Bank und und rollte die gemeinsame Investment-Prozess-Lösung in weitere europäische Länder aus. (per Mail)
  8. Schon ein paar Tage älter, aber passt in die Liste: Die Kreditplattform Loanboox hat gemeinsam mit der DKB (ist die nicht bei Loanboox auch investiert?) ein spezielles Liquiditäts-Tool für Kommunen aufgesetzt. Der neue Kämmerer

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