Paukenschlag: Bafin will N26 als Finanzholding einstufen

26. Januar 2021

Von Heinz-Roger Dohms

Die Bafin will das Berliner Fintech N26 laut einem Bericht von „Reuters“ künftig als Finanzholding einstufen. Damit wäre nicht mehr nur die eigentliche Bank, sondern auch die übergeordnete N26 GmbH dem direkten Zugriff durch die Aufsicht ausgesetzt – womit unter anderem deutlich umfangreichere Meldepflichten auf das Milliarden-Startup zukämen.

Sowohl die Bafin als auch N26 selber hatten zuletzt gegenüber Finanz-Szene.de keine Stellung zu dem Thema beziehen wollen. Gegenüber „Reuters“ erklärte das Fintech nun, man befinde sich in „engem und kooperativen Austausch“ mit Regulierungs- und Aufsichtsbehörden, werde diese Gespräche aber nicht weiter kommentieren. Im Umfeld von N26 wurde die „Reuters“-Meldung als plausibel eingestuft, auch wenn es noch keine offizielle Benachrichtigung durch die Bonner Behörde gebe.

Als Reaktion auf den Wirecard-Skandal hatte die Bafin zuletzt auch bei anderen Unternehmen eine mögliche Einstufung als Finanzholding geprüft. Treffen könnte es Experten zufolge Industriekonzerne mit eigenen Banktöchtern (wie Siemens oder Volkswagen), aber beispielsweise auch das Leasing-Unternehmen Grenke, das ebenfalls eine Bank im Konzern hat.

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