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Bei Exporo sollen mittlerweile 18 Projekte in Verzug sein

Bei Exporo, dem Marktführer für Immobilien-Crowdfinanzierungen, sollen mittlerweile mindestens 18 Projekte im Zahlungsverzug sein. So jedenfalls rechnet es der renommierte Graumarkt-Experte Stefan Loipfinger vom Informationsportal “Investmentcheck” vor.

Nun werden regelmäßige Finanz-Szene-Leser von diesem Befund zwar nicht überrascht sein (siehe unsere eigenen Recherchen hier und hier). Allerdings: Der Druck auf das Hamburger Fintech dürfte infolge der jüngsten Enthüllungen noch einmal zunehmen. So haben einige Anleger nun sogar eine eigene Recherche (dokumentiert im Forum des Loipfinger-Portals) gestartet, die zu belegen scheint, dass speziell beim Projekt “Am Hamburger Stadtpark” einiges im Argen liegt:

  1. Eigentlich stand die Rückzahlung schon per März 2020 an – ist aber bis heute offen
  2. Ob die Grundschuld auf die Immobilie wirklich erstrangig war und die Mittelverwendungskontrolle funktioniert hat, erscheint zweifelhaft
  3. Mit dem Schwarmgeld wurde augenscheinlich nicht nur das Projekt als solches finanziert, sondern auch Altinvestoren ausbezahlt

Nähere Details zur Kritik an Exporo findet sich bei “Investmentcheck”. Ein Exporo-Sprecher teilte auf Nachfrage folgendes mit: „Exporo hat die Erstrangigkeit der bereits über die Finanzloge eingetragenen Grundschuld korrekt wiedergegeben und die Anleger an mehreren Stellen des Exposes darauf hingewiesen. Die Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) sieht bei Bauprojekten von Gewerbetreibenden immer eine Freistellung des Vertragsobjektes von Grundpfandrechten vor, so wie es die erstrangige Grundschuld ist. Die Freistellung verändert aber nicht den Rang der Grundschuld im Grundbuch und betrifft alle Finanzierer (auch Banken), die ein Bauvorhaben von einem Gewerbetreibenden (Bauträger) finanzieren. Exporo prüft derzeit den gesamten Sachverhalt – insbesondere im Interesse seiner Anleger – einschließlich der vertraglich vereinbarten und der tatsächlich erbrachten Mittelverwendungskontrolle. (…= Exporo überprüft derzeit auch potentielle Interessenkonflikte und behält sich juristische Schritte vor.“

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