Crowd-Immo-Fintech Exporo verliert zwei von vier Vorständen

14. März 2021

Von Christian Kirchner und Caspar Schlenk

Der Vorstandsumbau beim Hamburger Schwarm-Finanzierer Exporo geht weiter: Nachdem im Februar bereits der Abgang Carl von Stechows bekannt geworden war, ist nun auch Mitgründer Julian Oertzen aus der Exporo-Führungs ausgeschieden, wie das Unternehmen gegenüber Finanz-Szene und Finance Fwd bestätigte. Im Impressum finden sich für den Moment nur CEO und Gründer Simon Brunke sowie ein weiterer Mitgründer, nämlich Björn Maronde. Dagegen fehlt der Name des früheren ING-Bankers Herman Tange, der bereits im Oktober (also vor mittlerweile rund fünf Monaten) als neuer Co-CEO angekündigt worden war. Tange gehe bei Exporo seinen Geschäften nach, sei aber formal noch nicht berufen, hieß es auf Anfrage.

Weiter teilte das Unternehmen uns gegenüber mit: „Julian Oertzen hat sich entschieden, sich sukzessive aus dem operativen Geschäft zurückzuziehen und Exporo zum 30. Juni 2021 auf eigenen Wunsch zu verlassen. Nach knapp sieben Jahren Aufbauarbeit bei Exporo und nunmehr 170 Mitarbeitern, geht es nun vor allem darum, das Unternehmen stärker auf Funktionen auszurichten und zu managen.“ Bis Ende Juni werde Oertzen seine noch laufenden Projekte schrittweise übergeben haben. Carl von Stechow – der als Gründer des 2019 übernommenen Wettbewerbers Zinsland in den Exporo-Vorstand eingezogen war – hatte derweil zum 1. März beim Leverkusener Immobilien-Entwickler Cube Real Estate angeheuert.

Der Exporo-Vorstand solle damit künftig aus Simon Bruhnke, Herman Tange und Björn Maronde bestehen, sagte der Sprecher. Die Position Julian Oertzens und Carl von Stechows werden nicht eins zu eins nachbesetzt.

Exporo – klarer Marktführer beim Immobilien-Crowdinvesting hierzulande – hatte kürzlich erstmals einen Einblick in seine Geschäftszahlen gewährt. Wie Finanz-Szene.de exklusiv berichtete, erzielte das Hamburger Fintech (das Kleinanleger an Immobilienprojektierer vermittelt) im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von 19,0 Mio. Euro. Für 2020 ging das Unternehmen laut der Prognose im Vorjahres-Geschäftsbericht von einen signifikanten Umsatzrückgang aus.

Hat Exporo die Kontrolle über seine Projekte verloren?

 

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