Fintech-Snippets

Das Direktduell zwischen Raisin DS und der Solarisbank

27. August 2021

Von Heinz-Roger Dohms

Das Direktduell zwischen der Solarisbank und der Raisin Bank

Tssssss. Da haben wir in einem unserer jüngsten doch mal wieder einen Fehler eingebaut. Oder sagen wir es weniger selbstanklagend: eine Ungenauigkeit. Wir hatten nämlich geschrieben …

„Das Frankfurter Fintech Captiq, das (in Konkurrenz nicht zuletzt zur Apobank) eine Kreditplattform für Kammerberufler etablieren will, hat als darlehensgebendes Institut die Solarisbank gewonnen; das Volumen soll bis 250.000 Euro je Kredit reichen.“

Hieran war nun gottseidank nichts soooo falsch, dass man uns die Medienanwälte an den Hals geschickt hätte. Indes, ein kundiger und latent involvierter Leser wies uns darauf hin, dass sich das ja so lese, als liege der Kredit dann in letzter Konsequenz bei der Solarisbank (so hatten wir es auch verstanden …) – was aber gar nicht stimme. Weil: Die Solarisbank sei in dem Konstrukt nur die „Fronting Bank“. Also jene Bank, die es in unseren eigenen Worten ausgedrückt einem verpartnerten Player (in diesem Fall dem Fintech Captiq) ermöglicht, Kreditgeschäft zu betreiben, ohne selber eine Bank zu sein.

Jedenfalls: Selbstverständlich wollten wir Ihnen diese Klarstellung nicht vorenthalten, liebe Leserinnen und Leser. Allerdings: So eine Klarstellung ist für sich genommen ja eher dröge. Weshalb wir die Sache noch ein bisschen angereichert haben. Interessanterweise ist das Fronting-Business nämlich jenes Feld, in dem sich zwei der größten Berliner Fintechs direkt in die Quere kommen, obwohl sie ansonsten in komplett unterschiedlichen Feldern unterwegs sind. Und zwar: Raisin DS (als Mutter der Raisin Bank). Sowie die Solarisbank (als Solarisbank). Wir haben bei beiden also mal nachgefragt, für welche Player da draußen sie das Fronting betreiben. Folgende Namen wurden uns genannt:

Raisin DS Solarisbank
Myos Captiq
Bergfürst Auto1 Fintech
Exporo Mansa (Frankreich)
Remagine
Billfront
Zinsbaustein
Invest in Vision
Creditshelf
„16 weitere“ „3 weitere im Onboarding“

Und noch zwei weitere Fintech-Schnipsel aus dieser Woche

  • Das brasilianische N26-Pendant Nubank strebt für seinen  IPO eine Bewertung von spektakulären gut 55 Mrd. Dollar an, berichtet „Reuters“
  • Der börsennotierte Dresdner Factoring-Spezialist Aifinyo (der bei Finanz-Szene vor Urzeiten mal Thema war im Zuge der Übernahme des Berliner Factoring-Fintechs Decimo) hat über eine Kapitalerhöhung gut 5 Mio. Euro eingeworben (PAB); zu den Investoren gehört auch das Maschmeyer-Vehikel Paladin (dgap)

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