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Das war diese Woche (sonst noch) in der Fintech-Branche los

8. Juli 2021

2.-8. Juli: Creditshelf (2x), Hypoport, Gorillas, Main Incubator, Raisin DS

Vermutlich ist es nur bedingt sinnig, eine noch recht junge Kreditplattform auf Drei-Monats-Basis zu beurteilen. Dennoch würden wir der Mitteilung „Creditshelf steigert das arrangiertes Kreditvolumen in H1 2021 um 57 % auf 71,8 Mio. EUR“ gern eine minimale Relativierung gegenüberstellen. Denn: Das gefeierte Wachstum entstammt nämlich fast komplett dem ersten Quartal. Von April bis Juni legte das arrangierte Kreditvolumen verglichen mit dem Vorjahreszeitraum lediglich von 34 Mio. Euro auf 34,2 Mio. Euro, was einem für Startup-Verhältnisse dann doch überschaubaren Wachstum von 0,6% entspricht. Bei Creditshelf wird auf corona-bedingte Nachholeffekte im Q2 2020 verwiesen – und darauf, dass das langfristige Wachstum in der „Von Quartal zu Quartal“-Perspektive weiterhin intakt sei. Dem wollen wir nicht per se widersprechen, aber bilden Sie sich doch bitte Ihr eigenes Urteil, liebe Leserinnen und Leser: Q3 2020: 24,7 Mio. Euro; Q4 2020: 28,6 Mio. Euro;  Q1 2021: 37,6 Mio. Euro; Q2 2021: 34,2 Mio. Euro.

Wo wir schon mal dabei sind: Die Frankfurter KMU-Kreditplattform Creditshelf hat eine weitere Genossenschaftsbank als Partner gewonnen (Partner in dem Sinne, dass die Bank bestimmte Kunden an Creditshelf weiterleitet), nämlich die Vereinigte Volksbank e.G. Odenwald/Miltenberg.

Ein hübscher Beleg, dass sich der Berliner Kreditvermittler Hypoport (hier nochmal zum Nachhören unser Podcast mit CEO Ronald Slabke neulich) auf dem Weg zum etablierten Börsenkonzern befindet: Blackrock hat jetzt die meldepflichtige Schwelle von 3% übersprungen und hält jetzt 3,1% der Anteile

Das milliardenschwere Berliner Liefer-Startup Gorillas plant für die Zukunft die Einführung diverser Fintech-Features – darunter vor allem eine eigene Kreditkarte. Finance Fwd

Der Coba-Frühphasen-Investor Main Incubator hat sich an einem insgesamt 2 Mio. Euro schweren Funding des schwedischen Fintechs StockRepublic beteiligt. Dessen Geschäftsidee: eine Social-Trading-Plattform, die auf Whitelabel-Basis Banken angeboten werden soll.

Der Einlagen-Broker Raisin (bzw. jetzt: Raisin DS) hat erstmals eine Autobank als Partner gewonnen, nämlich die Renault Bank, allerdings erst einmal nur auf dem niederländischen Markt. (BÖZ/Paywall)

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Und hier die älteren Fintech-Snippets:

Wie viel hat der Münchner Videoident-Spezialist IDnow für die Übernahme des französischen Wettbewerbers Ariadnext bezahlt? Die Schätzungen hierfür reichten diese Woche von „zweistelligem Millionenbetrag“ über „gehobenem zweistelligen Millionenbetrag“ (das war unsere Schätzung) bis hin zu „hoher zweistelliger Millionenbetrag“. Und richtig ist? 50 Mio. Euro. So jedenfalls schreibt es „TechCrunch“, und so wird es in Finanzkreisen auch bestätigt. Bleibt noch die Frage nach der Finanzierung. Denn aus dem Cashflow dürften IDnow den Deal eher nicht bezahlt haben. Und die bislang kommunizierten Fundings reichen auch nicht aus. Beobachter gehen davon aus, dass die Münchner noch mal kräftig gefundet haben. Da die bisherigen Ariadnext-Eigner aber nicht nur Cash, sondern teilweise auch IDnow-Anteile erhalten haben sollen, ist davon auszugehen, dass der bisherige IDnow-Großaktionär Corsair (Anteil zuletzt: 43%) nach der Transaktion weiterhin nicht auf über 50% kommen wird.

Was macht eigentlich die Produktoffensive von N26? Nun, es geht, wenn auch langsam, voran. So erreichte uns diese Woche die Mitteilung: N26 hat heute die Einführung von ‚N26 Ratenzahlung‘ bekanntgegeben. Diese neue und flexible Zahlungsmöglichkeit bietet KundInnen in Deutschland die Möglichkeit, vergangene Käufe in Raten aufzuteilen und über einen längeren Zeitraum zurückzuzahlen.“ Interessant hieran, 1.) Es hat alles ein wenig gedauert, der Testbetrieb läuft mit zufällig ausgewählten Kunden bereits seit November 2.) Es ist das erste Kreditprodukt, das von N26 ohne Partner aufgesetzt wurde; und 3.) N26 macht also jetzt auch „Buy now, pay later“, auch wenn es sich (da es um die nachträgliche Finanzierung bereits getätigter Einkäufe handelt) genau genommen um eine Abwandlung von „BNPL“ handelt.

Das Münchner Krankenversicherungs-Fintech Ottonova kommt laut 2020er-Konzernabschluss inzwischen auf 14.000 Kunden, fast eine Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahr. Das Wachstumstempo soll anhalten, dafür hat das Münchner Versicherungs-Startup im Coronajahr noch einmal 23 Mio. Euro aufgenommen, wie es im Bericht heißt. Finance Forward

Die Düsseldorfer KMU-Kreditplattform Compeon will in Zukunft stärker mit Versicherern kooperieren – und befindet sich bereits in einem entsprechenden Pilotprojekt mit der Signal Iduna, wie Geschäftsführer Nico Peters der Börsen-Zeitung (Paywall) gesagt hat.

Neon, also das Schweizer Pendant zu N26, hat bei einer Crowdfunding-Kampagne, 5 Mio. Franken erlöst.

Und noch einer für die Connaisseure: Der Promi-VC Creandum ist still und leise beim Promi-Fintech Pipe (einem neuartigen US-Finanzierungs-Spezialisten, der auch nach Europa strebt) eingestiegen. Finance Forward



Den abgebrochenen Versuch des Groß-Fintechs Clark und den gescheiterten Versuch des noch größeren Ur-Fintechs Hypoport, sich als Bankassurance-Partner von Sparkassen bzw. Genobanken zu positionieren, hatten wir ja umfänglich beschrieben (siehe etwa hier). Umso interessanter, dass stattdessen nun ein deutlich kleineres Finanz-Startup in beiden Verbünden an Boden gewinnt, nämlich Moneymeets. Dass die Sparkassen aus Duisburg und Wuppertal ihre Bancassurance-Angebote auf die Technologie des Kölner Finanz-Startups stützen, hatten wir ja schon beschrieben (siehe hier). Diese Woche nun kam die Kunde, dass auch die Sparda Nürnberg (also eine Genobank) auf einen gemeinsam mit der DEVK entwickelten digitalen Versicherungsmanager von Moneymeets setzt. Dabei sind die Franken nicht einmal die einzigen. Denn: Laut unseren Recherchen handhaben die Sparda West und die Sparda Augsburg es mittlerweile genauso. Und wie eine Nachfrage gestern ergab: Auch zwei weitere Sparkassen hat Moneymeets zwischenzeitlich akquiriert, nämlich die SSK Düsseldorf und die Sparkasse Koblenz.

Der Berliner Einlagenbroker Raisin hat diese Woche mit reichlich Verspätung den ersten Kunden auf seiner US-Plattform enthüllt. Es handelt sich um ein in Dallas ansässigen Player namens „MapleMark Bank“. Dieser integriere die “Savings-as-a-Service”-Software von Raisin in sein Festgeldangebot, heißt es in einer Mitteilung. Vor gut einem Jahr hatte Raisin-Gründer Tamaz Georgadze in einem Gespräch mit dem „Handelsblatt“ gesagt: „Aktuell implementieren wir die Technologie bei unserem ersten Kunden, im dritten Quartal [Anm.: 2020] soll das Angebot starten […] „Weitere Partner haben schon zugesagt. Unser internes Ziel ist es, dieses Jahr [Anm.: 2020] fünf Banken anzubinden.“ Sprich: Dem eigenen Zeitplan laufen die Berliner dann doch ein gutes Stück hinterher. Vor dem Hintergrund von Corona allerdings teilweise entschuldbar.

So, jetzt wissen wir also auch, was die Sino AG mit ihrem 127 Mio. Euro schweren Windfall-Profit aus der Trade-Republic-Beteiligung macht. Nämlich: ausschütten. Wir zitieren aus einer Mitteilung  von dieser Woche: „Vorstand und Aufsichtsrat […] haben daher […] als Gewinnverwendungspolitik beschlossen, insgesamt mindestens 120 Millionen Euro (brutto) an die Aktionäre der sino AG auszukehren.“ Nicht schlecht für einen Player, dessen Marktkapitalisierung vor genau einem Jahr noch bei 27 Mio. Euro lag.

Dass sich der Schweizer Öko-Robo Yova auf den hiesigen Markt wagt, hatten wir Ihnen diese Woche ja erzählt. Die Kollegen von „Finance Forward“ berichten derweil, dass noch ein weiterer eidgenössischer Player nach Deutschland drängt, nämlich Yokoy (nicht zu verwechseln mit: Yova), ein Spezialist für Spesen- und Kreditkartenabrechnungen von Unternehmen.

Dass im Münsterland ein spannendes Trading-Fintech namens Lemon Markets seinen Launch vorbereitet, werden sie vermutlich schon bei den Kollegen von „Deutsche Startups“ und „Finance Forward“ gehört bzw. gelesen haben. Und auch, dass das Seed-Funding im merklichen einstelligen Millionenbereich gelegen haben soll, was ja schon mal ein erstes Qualitätsindiz wäre. Ein weiteres Qualitätsindiz lässt sich nur nun dem Handelsregister entlocken. Die beiden Gründer Maximilian Linden und Marcel Katenhusen haben bei besagter Finanzierung nämlich allem Anschein nach nur eine überschaubare Menge an Anteilen abgeben müssen. Dem Registereintrag zufolge halten beide immer noch jeweils 41,5 %. Zum Vergleich: Einer der beiden VCs, die eingestiegen waren, nämlich System One aus Berlin, liegt demnach bei 9,1 %. Zu berücksichtigen ist: Das Investment des zweiten VCs, nämlich Creandum, ist noch nicht vermerkt. Mutmaßlich, weil es bei über 10 % liegt und deshalb die Bafin noch mal drüberschauen muss. Dennoch dürften Linden und Katenhusen auch danach noch jeweils deutlich mehr als 30 % halten.

Und noch ein neues Fintech: Es trägt den Projektnamen „Altersreich“, soll eine digitale Lösung für die Altersvorsorge finden und wird vorangetrieben von Chris Öhlund, früherer und langjähriger Chef des Heidelberger Vergleichsportals Verivox. Auch ein weiterer früherer Verivox-Manager ist mit von der Partie, nämlich Klaus Hufnagel. Und noch ein Detail: Technischer Anschubhilfe für das Projekt kam von BCG Digital Ventures. Noch mehr Details: Finance Forward

Nach der Übernahme von Finanzcheck durch Smava hält der vormalige Finanzcheck-Eigner Hellman & Friedman (der teilweise in Cash, teilweise in Anteilen entschädigt worden war) nun 16,6% an Smava, geht aus dem Handelsregister hervor. Deutsche Startups

Das Berliner Business Banking Fintech Kontist hat sein Angebot um Apple Pay erweitert.

Das ebenfalls in Berlin ansässige Verbriefungs-Fintech Crosslend ist, soweit wir das überblicken, als nunmehr viertes ordentliches Mitglied dem Verband Deutscher Kreditplattformen beigetreten. Die übrigen drei, für alle, die es interessiert: Creditshelf, Auxmoney und Kapilendo. Zu den assoziierten Mitgliedern, von denen es rund ein Dutzend gibt, gehören zum Beispiel CRX Markets, Iwoca oder auch Finpair.

Paypal baut sein „Buy now, pay later“-Angebot hierzulande aus. War bislang nur eine zwölfmonatige Laufzeit möglich, können die Kunden ihre Schulden künftig auch über drei, sechs oder 24 Monate begleichen. Zudem gibt es eine neue Funktion namens „Bezahlung nach 30 Tagen“.

Das hochgewettete österreichische Krypto-Trading-Fintech Bitpanda bietet seine technische Lösung künftig auch (Neo-)Banken auf Whitelabel-Basis an, also eine ähnliche B2B-Erweiterung des Geschäftsmodell wie es hierzulande und im Robo-Bereich Scalable Capital exerziert hatte. Finance Forward

Das US-Payment-Fintech Marqeta, an dem im angeblich immer noch niedrigen einstelligen Prozentbereich die Commerzbank beteiligt sein soll, hat diese Woche seine Unterlagen für den bevorstehenden Börsengang eingereicht. Die Bewertung soll bei mehr als 12 Mrd. Dollar liegen, geht aus der entsprechenden Pflichtmitteilung hervor, wie zuerst „Reuters“ berichtete.

Der frühere Raisin-Manager Daniel Halmer hat mit seinen Law-Tech-Startup „Conny“ auf das „Gebühren-Gate“ der deutschen Banken reagiert – und das eigene Angebot um ein Tool zur Rückforderung von zu viel gezahlten Kontogebühren erweitert.

Mitte Januar hatte der Berliner Crowdfunding-Spezialist Zinsbaustein stolz die Verpflichtung des einstigen Savedo-Mitgründers Björn Jüngerkes verkündet. Zitat des Beirats-Vorsitzenden : „Wir freuen uns, […] einen ausgewiesenen Experten im Aufbau neuer Geschäftsmodelle […] gewonnen zu haben. Mit seiner langjährigen und tiefgreifenden Erfahrung im Kapitalmarkt und Finanzanlagenbereich verfügt [Björn Jüngerkes] über die besten Voraussetzungen, gemeinsam mit Volker Wohlfarth und Rainer Pillmayer die strategische Weiterentwicklung von Zinsbaustein voranzubringen und damit neues Wachstum zu generieren.“ Nun, rund vier Monate später, ist Jüngerkes schon wieder ausgestiegen. CEO Wohlfarth teilt auf Anfrage mit: „Herr Jüngerkes hat hier erfolgreiche Aufbauarbeit geleistet und hat unser Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen. Wir wünschen ihm für seine private und berufliche Zukunft alles Gute.“ Das tun wir auch!

Die Gründer des Berliner Fintechs DeineStudienfinanzierung, Bastian Krautwald und David Meyer, gründen eine Smartphone-Bank speziell für junge Erwachsene, sie nennt sich Wajve. Zum Team gehören Jenny Boldt (bislang Bitkom) und Carolin Delvenne (bislang Wefox). Technischer Partner ist die Solarisbank. Finance Forward

Apropos Solarisbank: Der Berliner „Banking as a Service“-Spezialist hat in Kooperation mit der zu Recht (siehe hier und hier) beinahe weltberühmten VR Bank Bad Salzungen Schmalkalden und dem noch nicht ganz so weltberühmten Berliner B2B-Fintech Finleap Connect die „VR Perfekt Fankarte“ entwickelt. Das „Decoupled Debit“-Produkt wird zunächst bei Union Berlin und beim SV Wehen Wiesbaden erprobt.

Das auf Gewerbeversicherungen spezialisierte Münchener Insurtech Finanzchef24 hat einen neuen Investor gefunden, nämlich den US-Spezialversicherer Markel.  Die Amerikaner halten jetzt einen Anteil im mittleren einstelligen Prozentbereich. Was sie das gekostet hat, wurde nicht kommuniziert.

Und in der Rubrik „Fast jeder kooperiert mit fast jedem, weil es anders ja auch nicht geht“ ist diese Woche mindestens mal zu vermelden:. Der Robo-Advisor Whitebox lässt sich im Vertrieb künftig von Fidelity helfen +++ Das Kasseler B2B-Fintech Fino liefert den Kontowechsel-Service für die niederländische Challenger-Bank Bunq +++ Und das Münchener API-Layer-Fintech Ndgit setzt im Bereich Vermögensverwaltung auf den Kölner Wealth-Tech-Anbieter Investify.

Dass sich der britische N26-Rivale Revolut mit der Besetzung von Führungspositionen gern mal viiiiiiel Zeit lässt, das wissen zumindest diejenigen unter ihnen, liebe Leserinnen und Leser, die sich vergeblich Hoffnung auf den Posten des Revolut-Deutschland-Chefs gemacht hatten und sich nun fragen, warum es auch kein anderer wird. Jedenfalls: Auch die Stelle des Revolut-CFOs war fast ein Jahr lang unbesetzt. Jetzt allerdings ist dann doch jemand gefunden. Er heißt Mikko Salovaara, hat mal für Kraft Heinz gearbeitet und war die letzten Jahre für verschiedene Finanzinvestoren tätig.

Die 7 Mio. Euro schwere Finanzierungsrunde des Hamburger Inkasso-Fintechs Receeve hatten wir vergangene Woche ja schon vermeldet. Mithilfe unseres Recherche-Partners Startupdetector haben wir jetzt auch die Bewertung herausgefunden. Ordentliche 40 Mio. Euro, Post-Money …

Über die vermeintlichen Erfolge der Naga AG wollten wir eigentlich nicht mehr berichten, weil uns das Hamburger Trading-Fintech in der Vergangenheit dann doch allzu oft negativ aufgefallen war, siehe zum Beispiel hier, hier und hier. Komplett ignorieren kann man die (angebliche) Wiederauferstehung der Hanseaten aber irgendwie auch nicht. Und noch einmal eine große Naga-Recherche? Dazu fehlt uns die Zeit. Drum, ungeprüft, ohne Gewähr und unter Vorbehalt:  Allein für den April berichtet Naga von der Eröffnung von „fast 40.000 Handelskonten“. Das Handelsvolumen habe bei mehr als 22 Mrd. Euro gelegen. Starke Zahlen. Wenn Sie denn stimmen.

Noch eine Finanzierungsrunde für Bitpanda, also vereinfacht gesprochen für das österreichische Trade Republic. Nach der 142-Mio-Euro-Runde im März gab es nun noch einmal 10 Mio. Euro on top.

Der Münchener VC-Investor Yabeo ist vor allem für seine Investments in Finleap-Ventures wie Solarisbank, Clark oder Pair Finance bekannt. Weniger offensichtlich: Auch auf dem britischen Fintech-Markt engagiert sich Yabeo mittlerweile regelmäßig, zum Beispiel diese Woche als Co-Lead-Investor bei einer 7,5-Mio.-Dollar-Runde des Londoner Blockchain-Spezialisten Adhara.

Das Münchener Krankenversicherungs-Fintech Ottonova erweitert sein Geschäftsmodell und will seine Policen künftig auch über andere Unternehmen vertreiben. Erster B2B-Partner ist ein anderes deutsches Insurtech, nämlich Getsafe aus Heidelberg.

Das Berliner Proptech Linus Digital Finance (also die Immobilien-Plattform von Alexander Samwer) strebt an die Frankfurter Börse, wie diese Woche mitgeteilt wurde. Vorbörslich wurden bereits Aktien zu einer Bewertung von 150 Mio. Euro ausgegeben, wie Finance Forward errechnet hat.

Exklusiv: Berlin hat mal wieder ein neues Fintech, es heißt Finmid (danke an unseren Recherche-Partner „Startupdetector“ für den Fund), wurde gegründet von den N26-Urgesteinen Max Schertel und Alexander Talkanitsa – und zu den ersten Investoren gehören Earlybird und N26-Co-CEO Max Tayenthal. Allzu viele Details wollen die Gründer über das neue Startup noch nicht verraten. Was sich aber sagen lässt: Das junge Team arbeitet an einem einen Service für Software-Firmen, diese sollen über eine Schnittstelle Finanzprodukte in ihrem Angebot integrieren können.

Das börsengelistete Görlitzer B2B-Fintech Niiio hat vorläufige Zahlen für 2020 vorgelegt – und die klingen, ohne dass wir es uns näher angeschaut hätten, einigermaßen okay. Umsatz? Plus 12% auf 2,3 Mio. Euro. Ebitda? Plus-minus Null, nachdem im Vorjahr ein Verlust in Höhe von 600.000 Euro angefallen war.

Die auch hierzulande aktive niederländische Challenger-Bank Bunq bietet hiesigen Neukunden neuerdings eine deutsche IBAN an; für Bestandskunden gilt dies allerdings nicht.

Die Berliner Finanzierungs-Plattform EstateGuru haben von Crowd-Investoren weitere 580.000 Euro Funding erhalten

Das größte deutsche und das größte semi-deutsche Fintech kooperieren miteinander: N26 wird seinen Business-Kunden künftig die Mini-Terminals von SumUp empfehlen und dafür (vermuten wir jedenfalls) irgendeine Form von Vertriebsprovisionen kassieren.

Zwei Insurtech-Schnipsel aus dieser Woche: Rockets Versicherungs-Startup InsureQ hat 5 Mio. Euro erhalten (siehe den Bericht bei Finance Forward); und die HDI-Versicherung beteiligt sich in ungenannter, aber vermutlich mindestens siebenstelliger Höhe an Clearcover, einem ziemlich großen (siehe diesen Artikel hier bei „Fintech Futures“) digitalen Kfz-Versicherer Clearcover aus den USA.

Gini, dank seiner wegweisenden Fotoüberweisungs-Technologie einst ein Pionier unter Deutschlands B2B-Fintechs, kommt endlich (mal wieder?) mit einem neuen Produkt auf den Markt. Es nennt sich Gini Pay Connect und ermöglicht es, in Drittanbieter-Apps hochgeladene Rechnungs-Dokumente mit der eigenen Bank-App zu verknüpfen (oder so ähnlich).

Und ein kleines Update zu Circula, dem Herausforderer von ausländischen Fintechs wie Pleo oder Spendesk (sprich: Diese ganzen Abrechnungs-Player …): Die Berliner haben jetzt mehr als 500 Kunden, darunter neuerdings die Solarisbank.

Uuuuuund – falls noch irgendwer frische Ravioli braucht, diese aber partout nicht auf herkömmliche Weise bezahlen möchte: Laut „Lebensmittel-Zeitung“ startet Lidl am heutigen Freitag auch in Deutschland mit Lidl Pay.

Der deutsch-luxemburgische Wertpapiergeschäft-Digitalisierer Investify Tech hat eine weitere Bank als Kunden gewonnen, nämlich die Bank für Sozialwirtschaft.

Bei Quirion, dem Robo-Advisor der Berliner Quirin-Bank, können Kunden in Zukunft ihr  Bankkonto mit der Anlageplattform verbinden. Das entsprechende Tool kommt vom Münchner Schnittstellen-Spezialisten BANKSapi.

Ein weiterer hiesiger API-Anbieter, nämlich FintecSystems, hat diese Woche einen Einblick in seine österreichische Kundendatei gegeben. Mit dabei: die Erste Bank, die Austrian Anadi Bank, seit neuestem Sberbank Europe und das Fintech Cashpresso.

Das auf Bonitätsbewertungen für Endkunden spezialisierte Berliner Bonify (hier, wie das Geschäftsmodell im Kern funktioniert) vertieft die Zusammenarbeit mit Finleap Connect. Dabei geht es um Widgets im Bonify-Frontend, die in Zukunft direkt von dem ebenfalls in Berlin ansässigen B2B-Spezialisten kommen sollen.

Das Berliner Kassensystem-Fintech Orderbird (das wir ja unlängst lang und breit gewürdigt hatten) spielt mit dem Gedanken, sich (regulatorisch) zur Bank weiterzuentwickeln. Nicht heute und morgen. Aber irgendwann mal. Gründerszene

Warum verschickt, wenn ein neues deutsches Fintech an den Start geht, dieses Fintech die entsprechende Pressemitteilung eigentlich nicht selber – sondern warum macht das Mastercard (um sich in besagter Mitteilung dann gleich zehnmal selber zu erwähnen …)? Umfasst der unersättliche Wertschöpfungsketten-Anspruch der Kreditkarten-Riesen jetzt sogar schon das Versenden von PR-Meldungen anderer Unternehmen?

… Wie auch immer: Das Hamburger Fintech Pockid, eine Art N26 für Teenager, geht im April nun endlich an den Start (geplant war der Launch schon viel früher, doch als Whitelabel-Partner war dummerweise Wirecard Bank vorgesehen gewesen …). Jugendliche können mit Pockid ein Konto eröffnen und eine App nutzen, die ihre Einnahmen und Ausgaben analysiert. Zudem erhalten die jungen Nutzer eine Debitcard zum Shoppen, und diese Debitcard kommt, aha!, von Mastercard …

… wie aus der weiter oben bereits erwähnten Mastercard-Pressemitteilung hervorgeht. Interessant hieran ist nun: Die meisten anderen deutschen Challenger-Banken (N26 außen vor) setzen ja mittlerweile auf Visa, nicht (mehr) auf Mastercard. Was damit zusammenhängen dürfte, dass all diese Challenger-Banken (Penta, Kontist, Tomorrow, Vivid …) auf dem lizenzrechtlichen Unterbau der Solarisbank gründen und die Solarisbank ja  eng mit Visa verbandelt ist. Womit wir nun wiederum bei der Frage angelangt wären, wer diesbezüglich hinter Pockid steht. Antwort: ein Whitelabel-Spezialist namens PPS (ehemals PrePay Solutions). Ist das so was Ähnliches wie die Solarisbank? Nicht ganz. Wenn wir es richtig verstehen, verfügt PPS nämlich lediglich über eine E-Money-Lizenz, nicht über eine Banklizenz. Was aber kein Problem sei, wie uns Pockid-Gründer Jes Hennig auf Nachfrage erläuterte: „Wenn man ’simple‘ Zahlungskonten anbietet, reicht eine E-Geld Lizenz meistens aus. Eine Banklizenz wird gebraucht, wenn z.B.“ noch eine Kreditlinie oder Zinsen auf Einlagen angeboten werden soll“ – was im Umkehrschluss bei Pockid also nicht zur Angebotspalette gehört.

25 Mio. Euro für Kölner Fintech: Nichts gegen das Trading-Startup Nextmarkets – aber bislang war der Status der Rheinländer dann doch eher der eines Nischenplayers. Verfolgt man beispielsweise die Entwicklung der Mitarbeiterzahl bei Linkedin, so lag diese im September 2020 (da waren es 23) sogar noch unter der aus dem März 2019 (da waren es 29) – erst danach ging es plötzlich nach oben, nämlich auf zuletzt 35. Warum es plötzlich nach oben ging, das hat Nextmarkets nun am gestrigen Donnerstag verraten. Das Kölner Fintech hat nämlich über die letzten Monate bei Investoren erstaunliche 25 Mio. Euro eingesammelt (zwar zu einer bescheidenen Bewertung von 58 Mio. Euro, wie „Finance Fwd“vorrechnete, aber das soll den Erfolg nicht schmälern). Es zeigt sich: Wer als Fintech was mit App und Trading macht, der kann momentan kaum anders, als bei Investoren hoch im Kurs zu stehen. Das gilt für die „klassischen“ Neobroker. Aber eben auch auch für einen Player wie Nextmarkets, der bislang (jedenfalls nach unserer Wahrnehmung) eher für Spielarten wie „Contracts for Difference“ als für normale Aktieninvestments stand.

Das 2019 gegründete Hamburger Fintech Etvas, von dem wir – ehrlich gesagt – noch nie etwas gehört hatten, hat ein (mutmaßlich niedriges) siebenstelliges Funding eingeheimst. Die Schar der Investoren liest sich gut, zählen dazu doch der Main Incubator der Commerzbank, der High-Tech Gründerfonds, die Sparkasse Bremen und der Frühphasen-Geldgeber Plug and Play.

Wir bleiben in Hamburg: Das Factoring-Startup Flex Payment, das in Hoch-Zeiten starkes Umsatzwachstum und rund 50 Mitarbeiter verzeichnen konnte, hat Insolvenz angemeldet. Platt gesagt blieben zuletzt erst die Kunden und dann auch die Geldgeber aus. Der vorläufige Insolvenzverwalter ist dennoch optimistisch, einen Käufer zu finden, so „Finance Fwd“

Das milliardenschwere Berliner Ur-Fintech Hypoport hat eine eigene Einheit gegründet, die sich künftig ausschließlich um „strategische Partnerschaften“ mit Startups kümmern soll … – und die zu diesem Zwecke gleich mal in ein Schweizer Insurtech-Startup namens Hevengo investiert. Pikanterie am Rande: Gegründet wurde Hevengo von den früheren Wefox-Mitarbeitern Vedran Pranjic, Benedikt Andreas und Felix Huemer. Und Wefox? Genau: Ist das Unternehmen, dass der Hypoport-Chef nun überhaupt nicht mag, siehe diese olle Kamelle hier …

Wenn Slabke über Wefox lästert. Protokoll einer Fintech-Fehde

Exklusiv: Eines der spannendsten deutschen Kredit-Fintechs, nämlich Billie, hat diese Woche seinen 2019er-Zahlen veröffentlich. Und bevor wir Billie-Gründer Christian Grobe gleich noch zu Wort kommen lassen, was denn im Corona-Jahr 2020 so los war, zeigen wir Ihnen erst einmal anhand der 2019er-GuV, wie rasant sich der Berliner Factoring-Spezialist vor der Pandemie entwickelt hatte …

in Mio. Euro 2019 2018
1. Zinserträge aus    
Kredit- und Geldmarktgeschäften 4,68 1,21
2. Zinsaufwendungen 0,85 0,3
3. Provisions-Aufwendungen 0,07 0,01
4. Sonstige betriebliche Erträge 0,06 0,04
5. Allgemeine Verwaltungs-Aufwendungen    
a) Personalaufwand    
aa) Löhne und Gehälter 3,72 1,85
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 0,74 0,34
b) Andere Verwaltungs-Aufwendungen 2,71 1,29
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 0,04 0,04
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,04 0,04
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen im Kreditgeschäft 1,33 0,55
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -4,78 -3,13
10. Jahresfehlbetrag -4,78 -3,13
11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -4,93 -1,83
12. Bilanzverlust -9,73 -4,96

und 2020? Bis zum Beginn der Corona-Krise man sei Billie weiterhin stark gewachsen, alles nach Plan gelaufen, sagte uns Grobe gestern. „Der März war sogar der beste Monat in unserer Geschichte.“ In den folgenden Monaten sei das Geschäft jedoch um rund ein Drittel eingekracht – und zwar (in unseren eigenen Worten ausgedrückt) aus zwei Gründen: 1.) Von den Bestandskunden kam weniger Geschäft; 2.) Bei viele (potenziellen) Neukunden lehnte man die Finanzierungsanfragen aufgrund zu hoher Risiken lieber ab. Grobes Fazit: Das Risikomodell habe ich in der Krise bewährt, im November und Dezember sei Billie wieder stark gewachsen, in diesem Jahr wolle man an das starke Wachstum von 2019 anknüpfen.

Exklusiv: Das auf Bancassurance-Modelle spezialisierte Kölner Insurtech Moneymeets scheint im Sparkassen-Sektor einen zweiten Referenzkunden gewonnen zu haben, nämlich die Sparkasse Wuppertal, siehe unsere Sparkassen-Snippets aus dieser Woche

Und zwei deutsch-österreichische Kooperationen aus dieser Woche: Das Wiener Fintech Credi2 steht als B2B-Partner hinter „Finance A Bike“, einem neuen Angebot von VW Financial Services; und der deutsche API-Spezialist FintecSystems wagt sich als B2B-Partner des österreichischen Exporo-Pendants „Dagobertinvest“ in die Immo-Finanzierungs-Ecke

Das auf Reisekosten-Abrechnungen und mittlerweile auch auf Spesenkosten-Abrechnungen spezialisierte Hamburger* Semi-Fintech Circula hat von Wenvest Capital und seinen Alt-Investoren Capnamic Ventures und Main Incubator (also vom Frühphasen-VC der Commerzbank) insgesamt 4,3 Mio. Euro erhalten, berichtete Gründerszene diese Woche. Bevor es zu Verwechslungen kommt: Circula ist nicht Circular. Letzteres ist das estnische (nicht: ethische) Finanz-Startup, in das besagter Main Incubator neulich erst investiert hatte.*

*Korrektur, Freitag 12. Februar, 10.10 Uhr: Oh Gott, was haben wir da für einen Schmarrn zusammengeschrieben letzte Nacht.  Also, Circula sitzt nicht in Hamburg, sondern in Berlin. Und Circular heißt gar nicht Circular, sondern ist ein „Circular Economy Startup“ namens „Fairown“, was wir (siehe weiter unten) vor 2-3 Wochen noch ziemlich korrekt auch so berichtet hatten. So weit ist es also schon gekommen. Die Finanz-Szene.de-Redaktion hauch ein peinlich berührtes „Sorry“. Und ein Dankeschön an den Leser B. für den Hinweis.

Die Allianz (bzw. deren Digital-Tochter Allianz X) tätigt auch weiterhin Fintech-Investments in Größenordnungen, die den deutschen Banken völlig fremd sind. Diese Woche ging es um: 34,5 Mio. Mio. Euro für Purpose Financial, ein kanadisches Startup, das eine digitale Plattform für Finanzberater entwickelt hat.

Ein weiteres hierzulande tätiges Business-Banking-Fintech setzt beim Tages- und Festgeld auf einer Kooperation mit dem Berliner Einlagen-Broker Raisin, nämlich Qonto (zur Erinnerung: Mit Penta war Raisin neulich ein ähnliches, wenn nicht sogar identisches Bündnis eingegangen).

Exklusiv –  Kapilendo schließt Büros in Frankfurt und München: Die Berliner Kapilendo AG machte in den zurückliegenden anderthalb Jahren einen fast schon überaktiven Eindruck. Der Kauf von Wevest im September 2019. Der damit verbundene Teil-Pivot zur KMU-Banking-Plattform. Die Partnerschaft mit Finleap im November 2019. Die „Ökosystem Liquidität“-Initiative im März 2020. Das 3-Mio.-Euro-Funding im April 2020. Das Varengold-KfW-Schnellkredit-Angebot im Sommer 2020. Der Start eines Krypto-Fonds im Januar … Bisweilen geht es dann aber auch mal einen Schritt zurück. So kündigte das Startup neulich (wir haben davon leider erst dieser Tage Wind bekommen …) eher kleinlaut im einem Schreiben an Geschäftspartner mit: Aus „strategischen Gründen“ haben man beschlossen, die Ressourcen wieder „zentral zu bündeln“ und die Standorte München und Frankfurt künftig „nicht mehr persönlich zu besetzen“.

Ein kurzer Blick in die dieser Tage veröffentlichten 2019er-Zahlen von Scalable Capital: Rauf ging es bei den Umsatzerlösen, um 35% auf 7,1 Mio. Euro – das allerdings bei einem Jahresfehlbetrag von 7,7 Mio. Euro, der den Konzernbilanzverlust auf 30,3 Mio. Euro anschwellen ließ. Und wie sah es bei Deutschlands führendem Robo Advisor mit den „Assets under Management“ aus? „Gegen Ende des Jahres erreichte das verwaltete Kundenvermögen erstmals die 2-Milliarden-Euro Marke“, heißt es in dem Bericht. Aber wie gesagt, das war Ende 2019. Dieser Tage. Aktuell dürfte Scalable Capital die 3-Mrd.-Euro-Marke durchstoßen haben …

Dass die Raisin Bank jetzt als hiesiger Servicing-Anbieter für das italienische Fintech Scalapay auftritt, werden viele von Ihnen mitbekommen haben, liebe Leserinnen und Leser. Uns sind die Berliner (die bekanntlich zu Raisin/Weltsparen gehören …) dieser Tage aber auch noch im einem leicht anderen Kontext untergekommen – allerdings erinnern wir partout nicht mehr, was es war (es war nichts, was sich eben mal googeln lässt). Jedenfalls, auch da dachten wir: Oh, das macht die Raisin Bank? Und ist die Raisin Bank jetzt die Solarisbank light?

Der erst vor zwei Jahren gegründete Stuttgarter KMU-Finanzierungs-Spezialist Finmatch (das müssten die sein, die zu GFT gehören oder wenigstens von GFT aufgebaut wurden, meiner wir zu erinnern) legt ein ordentliches Tempo vor und eröffnet bereits seinen vierten Standort. Auf Düsseldorf (im Oktober) und Frankfurt (im Januar) folgte Anfang Februar ein „neuer Standort in Koblenz“. Wobei das ein wenig geschummelt war, liebe Leute von Finmatch – ausweislich der Website sitzt der neue Kollege nämlich genau genommen in Andernach. Ein schönes Städtchen ein paar Kilometer nördlich, das sich nicht verstecken muss, es ist Heimat des größten deutschen Herstellers für Tischkicker sowie Geburtstort von Charles Bukowski (ja, des Charles Bukowski!) – aber es ist eben nicht Koblenz.

Das Berliner B2B-Fintech Finleap Connect hat diese Woche eine Partnerschaft mit dem italienischen Zahlungsdienstleister SIA verkündet. Es gehe darum, PSD2-konforme Lösungen „gegenseitig auf internationaler Ebene zu integrieren“

Das auch in Deutschland aktive französische Business-Banking-Fintech Qonto bietet seinen Kunden seit dieser Woche Apple Pay an (per Mail)

Das Berliner Bonitäts-Fintech Bonify hat einen Teil der Technologie des gescheiterten Check24-Herausforderers Joonko erworben. Konkret handelt es sich dabei um den digitalen Kreditantrag, wie das Unternehmen gegenüber „Finance Fwd“ verriet. Zum Kaufpreis wurde nichts bekannt

N26 hat dieser Tage diverse Updates in seine Apps und die Webversion integriert. Der Kollege von Mobiflip hat die Details

Das Berliner Business-Banking-Fintech Kontist und der deutsch-britische Mini-Terminal-Spezialist SumUp haben diese Woche eine Kooperation bekanntgegeben. So ganz sind wir aus der Pressemitteilung nicht schlau geworden, allerdings deuten wir das Ganze so, dass Kontist seine Kunden die Geräte von SumUp schmackhaft machen, und SumUp bei seiner Klientel umgekehrt für Kontist trommeln soll (per Mail)

Der Main Incubator, also der Frühphasen-VC der Commerzbank, hat wieder mal eines dieser mutmaßlich hoch sechsstelligen (oder niedrig siebenstelligen?) Investments getätigt, bei denen man nie so recht weiß, was man davon halten soll. Der Begünstigte diesmal: das (was es nicht alles gibt …) estnische“Circular Economy“-Startup Fairown Finance. Was das sein soll? Eine „Finanzierungsplattform für Abonnements und Zahlungsdienste“. Aha. (Mitteilung)

„Income“, eine estnische Peer-to-peer-Plattform für Konsumentenkredite, hat ihren Europa- (und also auch Deutschland-)Launch bekanntgegeben, wie uns eine eilfertige PR-Agentur wissen ließ. Für eine deutschsprachige Übersetzung der Website haben Zeit oder Geld allerdings noch nicht gereicht, so dass Income also einstweilen auf die englischsprachigen unter den kreditbenötigenden Konsumenten hierzulande zu setzen scheint. Viel Erfolg.

 

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