Personalien-Snippets

Diese Personalien sind uns diese Woche sonst noch aufgefallen

24. September 2021

Von Heinz-Roger Dohms

Fintech gewinnt Topmodel – und schafft es ins „Abendblatt“

Zu den vielen cleveren Dingen, die das schwedische Super-Fintech Klarna in den vergangenen Jahren gemacht hat, gehörte, ein Testimonial namens Snoop Dogg (ein Rapper …) zu gewinnen – dieses Testimonial aber nicht „Testimonial“ zu nennen, sondern „Investor“. Und schon berichtete alle Welt: Snoop Dogg investiert in Klarna. Und Klarna hatte wieder mal kostenlose PR … Wenn wir er richtig verstehen, hat die Hamburger Fintech-Bank Tomorrow diesen Trick nun zu kopieren versucht. Zwar nicht mit Snoop Dogg. Aber immerhin mit Toni Garrn (ein Model). Alle Welt berichtete zwar nicht darüber. Aber doch wenigstens das „Hamburger Abendblatt“ („Topmodel steigt bei Hamburger Bank ein“) und noch ein, zwei Startup-Medien. Und wir jetzt auch. Ein Anfang!!!

Weitere Personalien-Schnipsel aus dieser Woche

  • Die Sparkasse Münsterland Ost hat nun auch offiziell einen Nachfolger für den überraschend demissionierten Markus Schabel benannt. Es übernimmt erwartungsgemäß: sein bisheriger Vize Klaus Richter
  • Hauck & Aufhäuser hat einen COO für seine Digital-Assets-Tochter „Innovative Capital GmbH“ gefunden – nämlich: Stephan Edelmann, zuletzt acht Jahre bei der BNY Mellon Service Kapitalanlage-Gesellschaft mbH in Frankfurt in verschiedenen leitenden Positionen tätig
  • Silke Weiss, ehemals bei der Deutschen Finanzagentur sowie bei J.P. Morgan Chase zugange, wird „Head of Funding and Investor Relations“ beim europäischen Rettungsfonds ESM
  • Die Deutsche Bank hat einen neuen Leiter für ihren Drittvertrieb ernannt, er heißt Robert Annabrunner und entstammt dem Postbank-Universum – oder konkreter: Er leitete lange Zeit das Kooperationsgeschäft der DSL Bank und stieg kürzlich in den Vorstand der BHW Bausparkasse auf
  • Das Berliner Milliarden-Fintech Wefox schafft die Position des Chief Insurance Officer und besetzt sie ziemlich prominent, nämlich mit Peter Huber, Ex-Chef von Zurich International
  • Und dann noch eine Anmerkung: In der Ursprungsversion der heutigen „Personalien-Snippets“ hatten wir über einen jungen Frankfurter Banker gespöttelt, nachdem der bei Social Media in euphorischen Worten über sein berufliches Vorankommen berichtet hatte. Ein geschätzter Leser, der normalerweise auch umgekehrt unseren Newsletter schätzt, kritisierte uns dafür per E-Mail deutlich. Sein Argument: Wir sollten (wie sonst auch) gerne ab und an mal einen Bankvorstand oder Fintech-CEO auf die Schippe nehmen – aber doch bitte keinen Angestellten am Beginn seiner Laufbahn. Um es kurz zu machen: Der Leser hat vollkommen Recht. Mal übers Ziel hinauszuschießen kann passieren. Doch das Ziel als solches sollte stimmen. Wir haben die Meldung daher gelöscht. Und wünschen dem jungen Banker alles Gute!

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