Exklusiv

Ein Jahr nach 20-Mio.-Seed-Runde: Remagine meldet Insolvenz an

23. Januar 2022

Von Caspar Schlenk

Das Berliner Finanz-Startup Remagine hat Insolvenz angemeldet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestimmte das Gericht laut einer Mitteilung Torsten Martini, der bereits einige prominente Startup-Pleiten betreut hat, darunter den Robo-Advisor Cashboard. Das Unternehmen und der Verwalter äußerten sich kurzfristig nicht.

Remagine galt als aufstrebendes deutsches Finanz-Startup, es hatte mehrere Talente von der Neobank N26 abgeworben und sich auf die umsatzbasierte Finanzierung von Unternehmen spezialisiert. Dafür standen Anfang des vergangenen Jahres satte 20 Mio. Euro zur Verfügung. Der ehemalige Google-Payment-Chef Jonathan Weiner und der Ex-Venmo-Manager Michael Vaughan beteiligten sich damals an Remagine. Rund die Hälfte der Summe floß in das Startup selbst, die andere war für die zu finanzierenden Unternehmen vorgesehen. Gleich zum Start finanzierte das Fintech rund 30 Unternehmen und gewann einen Preis als „Best Sustainable Finance Company“.

Doch im Herbst drehte Remagine das Geschäftsmodell und bot seitdem ein Geschäftskonto an. Als eine Mischung aus Penta und Tomorrow sollte ein nachhaltiges Business-Banking-Angebot entstehen (unsere Kollegen von Finance Forward berichteten). Remagine arbeitete dafür mit der Solarisbank als Bankpartner zusammen. Für einen möglichen Neustart befand sich das zuletzt Fintech in Investorengesprächen, heißt es.

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