Exklusiv

Erstes deutsches Fintech meldet wegen Corona Kurzarbeit an

8. April 2020

Von Heinz-Roger Dohms

Das auf Krypto-Geschäfte spezialisierte Frankfurter Fintech Savedroid hat Kurzarbeit angemeldet. Entsprechende Informationen von Finanz-Szene.de bestätigte das Startup am Mittag auf telefonische Nachfrage. „Es gibt für diesen Schritt keine Savedroid-spezifischen Gründe“, sagte uns Gründer und CEO Yassin Hankir und ergänzte unter Bezugnahme auf die Corona-Krise: „Wir sind von dem gesamtwirtschaftlichen Phänomen da draußen genauso betroffen wie praktisch jedes andere Unternehmen auch.“

Ob auch andere deutsche Fintechs im Zuge der Corona-Pandemie  Kurzarbeit angemeldet haben, ist unklar. Fest steht: Savedroid ist das erste hiesige Finanz-Startup, bei dem dieser Schritt öffentlich wird. Interessanterweise hatte Savedroid erst letzte Woche mit einer „COVID Soforthilfe“ genannten Aktion für Schlagzeilen gesorgt. Auf  einer eigens aufgesetzten Webseite war unter der Überschrift „Wir helfen Kleinstunternehmen und Selbständigen zu überleben“ zu lesen:

„Wir helfen betroffenen Unternehmern/innen dabei, die überlebensnotwendigen Corona-Soforthilfen einfach zu erhalten und dabei gleichzeitig Menschen zu unterstützen, die durch die Corona-Krise in Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit geraten sind.“

Zugleich wurden mit folgendem Versprechen neue Mitarbeiter angeworben:

„Du bist der/die Lebensretter/in und stehst den betroffenen Unternehmer/innen mit Rat und Tat zur Seite, um ihnen zu helfen die überlebensnotwendigen Corona-Soforthilfen einfach zu erhalten – und Du profitierst dabei von ihrer Solidarität: für jede vermittelte Corona-Soforthilfe bekommst Du eine Erfolgsprovision in Höhe von 3% der effektiv auf ihr Konto ausgezahlten Corona-Soforthilfe.“

Die entsprechende Webseite ist nach wie vor live.

Savedroid zählt seit Jahren zu den zwar nicht unbedingt erfolgreichsten, wohl aber schillerndsten deutschen Fintechs. Hier noch mal ein paar Stücke aus unserem Archiv:

Was aus den 40 Mio. Euro aus dem Savedroid-ICO wurde

„Mussten 35.000 KYCs händisch nacharbeiten“: Die Antworten des Savedroid-Chefs

Die ultimative Analyse des Geschäftsmodells des Fintech-Startups Savedroid

„Mit dieser Aktion hat Savedroid nicht nur sich selbst, sondern allen Fintech-Firmen geschadet“

Die Savedroid-Analyse, Teil II: Ist das noch Krypto oder ist das schon gaga?

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