Exklusiv

„Fehlende Masse“: Kreditech-Nachfolger Monedo ist am Ende

8. Dezember 2020

Von Heinz-Roger Dohms

Das ehemals größte deutsche Fintech Kreditech (das zuletzt als „Monedo“ firmierte und im September in die Insolvenz gerutscht war) wird zerschlagen. Wie aus Einträgen im Handelsregister hervorgeht, ist die Muttergesellschaft Monedo Holding GmbH aufgrund der Insolvenzeröffnung aufgelöst worden. Außerdem ist sogenannter „Masse-Unzulänglichkeit“ angezeigt worden. Das heißt: Die Insolvenzmasse war so gering, dass der Insolvenzverwalter aus den potenziellen Erlösen nicht einmal mehr die im Verfahren anfallenden Kosten hätte bestreiten können.

Die Hoffnungen auf eine Fortführung von Monedo als zusammenhängendes Unternehmen haben sich damit erledigt. Stattdessen gehe es jetzt nur noch um den Verkauf der einzelnen, operativ tätigen Ländergesellschaften, sagte Insolvenzverwalter Christoph Morgen im Gespräch mit Finanz-Szene.de. Mit einem baldigen Vollzug rechnet der Jurist in Bezug auf das Russland-Geschäft. Für dieses hat Morgen einen Erwerber gefunden, der bei einem deutschen Notar sogar schon den vereinbarten Kaufpreis hinterlegt hat. Was fehlt, sind nur noch die Zustimmung der Gläubigerversammlung und die Unterschrift unter den Verträgen.

Optimistisch ist Morgen auch, was den Verkauf des Polen-Geschäfts und der Monedo-Tochter in Spanien angeht. Dort sei man mit Interessenten jeweils „in Gesprächen“. Das Indien-Geschäft war bereits vor der Antragstellung verkauft worden.

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