Exklusiv

Finleap und DVAG suchen Fintech-CEO und finden keinen

30. Januar 2020

Von Heinz-Roger Dohms

Mit den üblichen großen Hoffnungen war vor zwei Jahren die „Deutsche Fintech Solutions“ gestartet, eine Joint-Venture der Deutschen Vermögensberatung  und des Berliner Company Builders Finleap. Das seinerzeit formulierte Ziel: Das Duo wollte „neue, innovative und kundenorientierte digitale Lösungen“ für die rund 20.000 DVAG-Finanzberater entwickeln.

Seitdem indes hat man von der Unternehmung nicht mehr viel gehört. Eine Spurensuche ergibt: Der eine Geschäftsführer (Vincent Ma, ehemals Verivox) war nach wenigen Wochen schon wieder weg; und der andere (Reiner Neusser, DVAG-Urgestein) tat es ihem ein paar Monate später gleich.

Ende 2019 wurde dann in diverse Jobportalen ein neuer CEO gesucht („Dabei gestaltest, treibst und steuerst du die methodische und ambitionierte Weiterentwicklung des Ventures …“) – bevor die Jobanzeige urplötzlich verschwand, und zwar, ohne dass ein neuer CEO gefunden war.

Das mit dem Verschwinden galt derweil auch für das Logo der „Deutschen Fintech Solutions“ im Venture-Überblick auf der Finleap-Website. Früher stand es oben links. Inzwischen ist es nicht mehr zu sehen. Und das Gefühl, das irgendwas fehlt, hat man auch, wenn man auf der Homepage der „Deutschen Fintech Solutions“ auf den Button „Stellenanzeigen“ klickt. Da kommt nämlich: nix.

Aus dem Umfeld der „Deutschen Fintech Solutions“ ist zu hören, das Tagesgeschäft laufe rund – und auch die CEO-Suche werde fortgesetzt, allerdings erst einmal ohne Anzeige. Das Fehlen von Job-Ausschreibungen auf der Website wird damit begründet, dass das Unternehmen über andere Kanäle rekrutiere. Die Belegschaft wachse, man sei inzwischen bei 30 Mitarbeitern angelangt.

Na, dann ist ja alles gut.

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