Wussten Sie schon?

Finleap-Venture Billfront wechselt von Solaris zur Raisin Bank

27. September 2020

Von Heinz-Roger Dohms

Wussten Sie schon … dass die Finleap-Tochter Billfront richtig Geschäft macht? Kurzer Rückblick: Als wir vor zwei Jahren unseren großen „Finleap-Venture-Check“ veröffentlichten, kam das Working-Capital-Fintech eher mäßig weg. Das Urteil lautete, bei Billfront tue sich „nicht so wahnsinnig viel“ – allerdings verbunden mit der Einschränkung, es könne auch sein, dass wir das, was sich tut, ganz einfach nicht sehen.

Tatsächlich erzählte uns CEO Gregor Dimitriou dieser Tage nun, Billfront sei eben „keine dieser auf Massengeschäft angelegten SME-Kredit-Plattformen“, sondern ein Player, der auch mal „maßgeschneiderte Transaktionen von 10 Mio. Euro und mehr“ strukturiere. Heißt: Eher Boutique als Bohei. Weder sieht man bei Linkedin unzählige Mitarbeiter, noch sieht man riesige Fundings, weil’s für den Manufaktur-Ansatz beides nicht unbedingt braucht. Die Volumina? Trotzdem achtbar. Forderungsbesicherte Kredite im Umfang von rund 100 Mio. Euro vergibt Billfront dieses Jahr an Adtechs (das war die ursprüngliche Nische) und sonstige Digitalfirmen, trotz Corona ein Plus von knapp 50% zum Vorjahr, so Dimitriou.

Bislang lief das Geschäft lizenzmäßig über die Schwesterfirma Solarisbank. Nun indes wechselt Billfront, wie Finanz-Szene.de erfuhr, zur Raisin Bank. Was dann das nächste „Wussten Sie schon?“ wäre: Die Raisin Bank, wird in Berlin erzählt, kratze schon seit einer Weile an Solaris-Klientel herum.

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