Fintech-Hammer: Raisin und Deposit Solutions fusionieren

24. Juni 2021

Von Caspar Schlenk und Heinz-Roger Dohms

Der nächste große Fintech-Deal ist perfekt: Viele Jahre waren sie ärgste Konkurrenten, nun verkünden die beiden deutschen Einlagen-Broker Raisin und Deposit Solutions ihre Fusion, wie das „Handelsblatt“ in seiner E-Paper-Ausgabe berichtet. Die neue Firma soll Raisin DS heißen, ein Hinweis sehen, dass Raisin der größere Partner bei dem Zusammenschluss sein dürfte. Ein weiteres Indiz: Deposit-Solutions-Gründer Tim Sievers wird die operative Führung des neuen Unternehmens per Jahresende verlassen und in den Beirat wechseln. Der starke Mann bei Raisin DS wird spätestens dann der bisherige Raisin-CEO Tamaz Georgadze sein.

Deposit Solutions aus Hamburg und Raisin aus Berlin zählen seit Jahren zu den bekanntesten und größten deutschen Finanz-Startups. Deposit betreibt das Endkunden-Portal „Zinspilot“, Raisin steht hinter der Plattform „Weltsparen“. Beide Anbieter hatten auch Einlagen an die Bremer Pleitebank Greensill vermittelt und standen nach deren Zusammenbruch entsprechend in der Kritik.

Raisin und Deposit sind nicht nur im B2C-Geschäft tätig, sondern bieten ihre Plattform auf Whitelabel-Basis auch Banken an. Prominentester Partner in diesem Modell ist der „Zinsmarkt“ genannte Einlagenmarktplatz der Deutschen Bank. Raisin ist abgesehen vom Einlagen-Brokerage auch im Investmentgeschäft tätig und stellt seinen Kunden einen eigenen Robo-Advisor, ETF-Sparpläne und ein Riester-Angebot zur Verfügung.

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