Kurz gebloggt

Mega-Fundings für US-Fintechs: Wird N26 in Amerika abgehängt?

24. September 2020

Von Heinz-Roger Dohms

Letzte Woche hat die Deutsche Bank ein 47 Seiten dickes, nur an ausgewählte Kunden verschicktes Research-Paper publiziert („European FinTechs – Unapologetically disruptive“), das auf u.a. auf einem Interview mit William Kunter, Director of Finance bei N26, beruhte. Über einen Satz in dem Report waren wir ein wenig gestolpert. Er lautete: „[In the US] N26 is still analyzing the market and identifying different clusters of customers to optimize its target group, according to William.“

Soll das heißen, dass die Berliner Neobank auf dem wichtigsten Ausland-Markt noch kuppelt, anstatt aufs Gas zu treten?

Vielleicht wird’s langsam mal Zeit. Wie gestern Früh schon kurz vermeldet, hat der wichtigste US-Konkurrent Chime dieser Tage ein 485-Mio.-Dollar-Funding erhalten (Bewertung: 14,5 Mrd. Dollar); Mitte dieser Woche kam nun die Meldung, der US-Neobroker Robinhood (zwar kein 1:1-Konkurrent von N26, aber halt auch ein Smartphone-Fintech, das den Retailmarkt adressiert) habe die nächsten 460 Mio. Dollar eingeheimst. Bewertung: 11,7 Mrd. Dollar.

Wie „TechCrunch“ humorlos vorrechnet, haben Chime und Robinhood somit zusammen >2 Mrd. Dollar binnen 12 Monaten gefundet, Covid-19 hin oder her. Um als deutsches Export-Fintech hiergegen anzustinken, braucht’s vermutlich mehr als ein bisschen Marktforschung.

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