Exklusiv

Penta-Chef Wenthin erklärt Rücktritt aus privaten Gründen

28. August 2020

Von Heinz-Roger Dohms

Der Chef der Berliner KMU-Mobile-Bank Penta, Marko Wenthin, erklärt überraschend seinen Rücktritt. Das hat Finanz-Szene.de gestern Abend erfahren. Bereits am heutigen Freitag soll die Personalie offiziell verkündet werden – mit Verweis auf „persönliche Gründe“ (Finanz-Szene.de kennt die Gründe, sie liegen im privaten Bereich und rechtfertigen den Rückzug leider allemal).

Wenthin hatte bei Penta Mitte 2019 nach der Übernahme durch die Berliner Fintech-Schmiede Finleap das Ruder übernommen. Binnen gut eines Jahres machte er aus dem damals de facto wertlosen Startup – der Kaufpreis betrug dem Vernehmen deutlich unter einer Million Euro – einen mit einem gehobenen zweistelligen Millionenbetrag bewerteten Hoffnungsträger. Bitter: Schon 2018 hatte Wenthin, damals krankheitsbedingt, seinen Job aufgeben müssen. Er war seinerzeit Vorstand der Solarisbank, ehe er nach seiner Genesung dann bei Penta wieder eingestiegen ist. Nun also der zweite privat bedingte Rückzug binnen rund zwei Jahren. Er will innerhalb der nächsten Wochen für einen geordneten Übergang sorgen. Die Nachfolge ist noch nicht geklärt.

Die Challenger-Bank Penta kam nach ihrer Finanzierungsrunde im März auf eine Post-Money-Bewertung von 65 Mio. Euro (siehe auch unsere Analyse hier). Zu den Eignern gehören Finleap mit – je grob gerechnet – knapp 40%, Holtzbrinck Ventures mit rund 20%, ABN Amro mit 4%, das VC-Vehikel der Volksbanken auf 3%. Im Zuge eines Second Closings über 4 Mio. Euro stießen erst im Juli unter anderem der Multi-Investor Christian Angermayer mit seinem Fonds „Presight Capital“ sowie die VC-Firma S7V zum Kreis der Investoren hinzu (siehe hier).

Wenthin selbst hielt über sein privates Beteiligungsvehikel  6%. Seine erworbenen Anteile an Penta wird Wenthin auch weiterhin behalten.

NEWSLETTER

Deutschlands führender Banken-Newsletter. Jetzt abonnieren!

Share

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing