Exklusiv

Penta legt nach: Gesamt-Funding jetzt bei rund 60 Mio. Euro

17. August 2021

Von Caspar Schlenk und Heinz-Roger Dohms

Die Berliner Challenger-Bank Penta finanziert sich weiterhin nach der Eichhörnchen-Methode. Laut exklusiven Informationen von Finance Forward und Finanz-Szene.de haben die Bestandsinvestoren weitere knapp 15 Mio. Euro in das auf Kontolösungen für Kleinfirmen spezialisierte Fintech investiert. Der Unternehmenswert liege jetzt bei weit über 100 Mio. Euro, sagt ein Kenner der Vorgänge. Ein Sprecher bestätigte auf Anfrage die Höhe des Fundings.

Penta hatte Mitte März vergangenen Jahres – also kurz nach Ausbruch der Corona-Krise – unter anderem von den jeweils Venture-Capital-Armen der ABN Amro und der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken zunächst 18,5 Mio. Euro. Wenige Wochen später flossen weitere 4 Mio. Euro ins Unternehmen, zu Beginn dieses Jahres dann nochmal 7,5 Mio. Euro und nun besagte knapp 15 Mio. Euro. Rechnet man die ganz frühen Finanzierungen hinzu (Penta war 2016 gestartet und später zwischenzeitlich vom Berliner Fintech Finleap übernommen worden), dürften alles in allem nun rund 60 Mio. Euro in den Business-Banking-Spezialisten geflossen sein.

Pentas Stammklientel sind Startups und sonstige Kleinbetriebe mit oft nur wenigen Mitarbeitern. Allerdings umgarnt das Fintech inzwischen auch gezielt KMUs, seit neuestem auch mit einem umfangreichen Kontoangebot, das 49,90 im Monat kostet. Die beiden bisherigen Kontomodelle hatten bei 9,90 Euro bzw. 19,90 Euro gelegen. Im vergangenen Jahr hatten die Berliner beim Pricing einen radikalen Schnitt vollzogen und ihrer kostenloses Konto ersatzlos aus der Angebotspalette gestrichen. Im Februar hatte sich Penta letztmalig zur Zahl seiner Kunden geäußert. Damals waren es gut 30.000, inzwischen dürften sicherlich einige tausend hinzugekommen sein. Geschäftszahlen hat das Fintech noch keine veröffentlicht.

13/04/21: Die Penta-Methode, Dt. Bank streicht 1.200 Jobs, Apobank-Explosion

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