Kurz gebloggt

Sechs Thesen zum 91-Mio.-Euro-Funding von N26

5. Mai 2020

Von Heinz-Roger Dohms

Wie ist das 91-Mio.-Euro-Funding von N26 einzuordnen? Sechs kurze Thesen

  1. Es handelt sich um einen weiteren Beleg für die These, dass gute Fintechs auch in Corona-Zeiten funden können
  2. Es ist ein Signal der Investoren ans Unternehmen – und ein Signal des Unternehmens nach draußen.
  3. Dass die Bewertung trotz Krise weiterhin bei 3,5 Mrd. Euro liegt, klingt gut, sollte man aber nicht überwerten: Das Geld kommt komplett von bestehenden Investoren. Warum sollen die ihre Alt-Anteile abwerten?
  4. Die Summe ist okay, aber nicht atemberaubend. Die vergangenen drei von N26 vermeldeten Fundings (143 Mio. Euro, 230 Mio Euro, 155 Mio. Euro) waren allesamt höher, was aber …
  5. … nicht schlimm ist. Die Zeiten der ganz wilden Expansionsfantasien sind bei N26 fürs erste vorbei – unabhängig von Corona. Für das, was in nächsten 1-2 Jahren stattdessen ansteht (nämlich „Konsolidierung“ im Sinne eines profitabilitäts-orientierten Wachstums), braucht’s keine Unsummen.
  6. Letzten Endes könnte N26 vom surrealen Überschall- zum ganz realen Hochgeschwindigkeits-Fintech mutieren. Wenn man bedenkt, was momentan bei Revolut los ist (siehe unser gestriger Newsletter), könnte diese banale Perspektive manchen Revolut-Investor fast neidisch werden lassen.

Unsere Thesen zu N26: Nur 1,5 Mio. Kunden. Aber 100 Mio. Ertrag

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