Exklusiv

Smava veröffentlicht erstmals detaillierte Geschäftszahlen

7. Mai 2020

Von Heinz-Roger Dohms

Das Berliner Kreditvergleichsportal Smava, das nicht nur zu den größten, sondern auch zu den klandestinsten deutschen Fintechs gehört, gewährt der Öffentlichkeit erstmals einen umfassenden Einblick in sein Zahlenwerk. Zwar bezieht sich der Abschluss, den Finanz-Szene.de im Bundesanzeiger entdeckt hat, vordergründig auf das Geschäftsjahr 2016 – ist mithin also schon drei Jahre alt. Allerdings enthält der Bericht auch detaillierte Angaben für die Folgejahre.

So erfährt man unter anderem, dass Smava das vermittelte Kreditvolumen 2017 um phänomenale 80% auf 1,2 Mrd. Euro steigern konnte. Die hieraus generierten Umsatzerlöse schnellten sogar um 42% auf erstaunliche 39,5 Mio. Euro hoch.

Zugleich enthüllt das Zahlenwerk allerdings auch ein paar seltsame Zahlen: So hatte Smava im September 2016 eine Finanzierungsrunde über 34 Mio. Dollar verkündet. Insgesamt seien damit 64 Mio. Dollar ins Unternehmen geflossen, hieß es damals. Normalerweise müssten sich die Fundings in der Kapitalausstattung niederschlagen. Tatsächlich erhöhte sich die Kapitalrücklage zwischen Ende 2015 und Ende 2016 aber nur um 9,2 Mio. Euro. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage summierten sich per 31. Dezember 2016 gerade mal auf 34,9 Mio. Euro. Entsprechend ging das Eigenkapital trotz des angeblichen Mega-Fundings Ende des Jahres bereits wieder zu Neige: Nur 1,6 Mio. Euro waren noch übrig.

Mehr Details gibt es morgen Früh, wenn der Finanz-Szene.de-Newsletter erscheint.

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